Fehldiagnose ADHS

Foto: erysipel/pixelio.deRund eine Million Kinder in den USA, so schätzen die Autoren einer aktuellen Studie, leben mit einer falsch gestellten ADHS-Diagnose. Auch in Deutschland wird bei immer mehr Kindern eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert, mit der Folge, daß immer mehr Kindern schon in jungen Jahren Psychopharmaka und Therapien verschrieben werden. In den letzten drei Jahren sei der Konsum von ADHS Medikamenten um 30 Prozent gestiegen, so die Techniker Krankenkasse.

Dabei seien die Ursachen häufig ganz andere. Experten vermuten, daß viele Kinder z.B. zu früh eingeschult würden und sich dann überfordert fühlten. Sie seien einfach noch nicht reif für den Schulalltag und würden sich deshalb auffällig verhalten. Bei besonders jungen Schülern liegt der Anteil mit ADHS-Diagnose bei 6,8 Prozent. Bei den Klassenältesten leiden nur 1,9% an ADHS. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen die Wissenschaftler auch bei Kindergartenkindern.

Zudem würden Eltern und Pädagogen lebhafte Kinder häufig zu schnell in die ADHS-Ecke stellen. Nicht jedes impulsive Verhalten und nicht jede Konzentrationsstörung seien automatisch Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen: Die „Symptome können einfach nur die emotionale und geistige Unreife der jüngeren Kinder widerspiegeln“, so der Wissenschaftler Todd Elder.

Quellen: Heilpraxisnet.de und Business-panorama.de

(Foto: erysipel/pixelio.de)

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