Wolfgang Borchert fordert „mehr Gerechtigkeit für Familien“

Wolfgang Borchert fordert „mehr Gerechtigkeit für Familien“
In einem Vortrag in Darmstadt kritisierte der renommierte Richter Wolfgang Borchert die Familienpolitik als „Lug und Trug“. Seit Jahren würden Familien in Deutschland finanziell benachteiligt. Familien seien deutlich stärker durch Verbrauchssteuern belastet als Kinderlose. Zudem gäbe es bei den Sozialversicherungsabgaben keine nennenswerten Unterschiede zwischen Familien und Menschen ohne Kinder. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen von 3000 Euro müßte am Existenzminimum leben, so der Sozialrichter.
Immer weniger junge Menschen würden sich daher für eine Familie entscheiden. Hinzu komme oft eine unsichere „Berufsperspektive“.
Während „Kinderlast“ nach wie vor als Privatsache gelte, sei die Altersvorsorge von der gesamten Gesellschaft zu leisten, dies sei fatal, so Borchert. Die Lasten hätten vor allem die er kleinen Leute und die kleinen Leute mit Kindern zu tragen.
Dabei machte er noch einem deutlich, daß das Kindergeld kein Almosen des Staates für die Familien sei, sondern vielmehr „die Rückgabe von Diebesgut“.
Von Elterngeld und Krippenplatzausbau hält Jürgen Borchart wenig und bezweifelt auch deren vom Familienministerium erhoffte Wirkung, die Geburtenrate steigern zu können.
http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/Kindergeld-Rueckgabe-von-Diebesgut-;art1231,1180152

Foto: familyfair.deIn einem Vortrag in Darmstadt kritisierte der renommierte Sozialrichter Wolfgang Borchert die Familienpolitik als „Lug und Trug“. Seit Jahren würden Familien in Deutschland finanziell benachteiligt. Familien seien deutlich stärker durch Verbrauchssteuern belastet als Kinderlose. Zudem gäbe es bei den Sozialversicherungsabgaben keine nennenswerten Unterschiede zwischen Familien und Menschen ohne Kinder.

Eine Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen von 3000 Euro müßte am Existenzminimum leben, so der Sozialrichter.

Immer weniger junge Menschen würden sich daher für eine Familie entscheiden. Hinzu komme oft eine unsichere „Berufsperspektive“.

Während „Kinderlast“ nach wie vor als Privatsache gelte, sei die Altersvorsorge von der gesamten Gesellschaft zu leisten. Dies hält Borchert für fatal. Die Lasten hätten vor allem die kleinen Leute und die kleinen Leute mit Kindern zu tragen.

Dabei machte er noch einmal deutlich, daß das Kindergeld kein Almosen des Staates für die Familien sei, sondern vielmehr „die Rückgabe von Diebesgut“.

Von Elterngeld und Krippenplatzausbau hält Jürgen Borchert indes wenig und bezweifelte auch deren vom Familienministerium erhoffte Wirkung, die Geburtenrate steigern zu können.

Quelle: echo-online.de

(Foto: Familyfair.de)

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