Generelle Früheinschulung ist ein „Irrweg“

Generelle Früheinschulung ist ein „Irrweg“
Die saarländische Initiative „Eltern für Bildung“ und der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) lehnen eine generelle Einschulung mit fünf Jahren entschieden ab. Die saarländische Industrie- und Handelskammer (IHK) hatte angesichts des künftigen Fachkräftemangels eine Vorverlegung des Einschulungsalters gefordert. Verschiedene Untersuchungen und die Erfahrungen in anderen Ländern hätten gezeigt, daß eine frühe Einschulung nicht automatisch zu mehr Bildung bei den Kindern führen würde.
„Ältere Kinder lernen schneller als jüngere“, so Dr. Rainer Dollase, Universität Bielefeld, „weil das Gehirn weiter entwickelt ist.“ Siebenjährige wären beispielsweise deutlich besser zur Selbstreflektion fähig als Fünfjährige. Zudem seien die Vorstellungskraft und das logische und organisatorische Vermögen schon viel besser ausgebildet.
Darüber hinaus sinke für rund ein Drittel der früheingeschulten Kinder die Wahrscheinlichkeit, nach der vierten Klasse den Sprung auf das Gymnasium zu schaffen, so das Ergebnis einer Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
Jüngere Schüler würden zudem „häufiger unter Mobbing leiden. Handele es sich noch dazu um Jungen oder Kinder mit einem Migrationshintergrund, sei ihr Risiko besonders hoch, von Klassenkameraden körperlich oder psychisch drangsaliert zu werden“.
Quellen: Bildungsklick und SR-online

Foto: rebel/pixelio.deDie Initiative „Eltern für Bildung“ und der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) lehnen eine generelle Einschulung mit fünf Jahren entschieden ab. Die saarländische Industrie- und Handelskammer (IHK) hatte angesichts des künftigen Fachkräftemangels eine Vorverlegung des Einschulungsalters gefordert. Verschiedene Untersuchungen und die Erfahrungen in anderen Ländern hätten gezeigt, daß eine frühe Einschulung nicht automatisch zu mehr Bildung bei den Kindern führen würde.

Viele Fünfjährige wären einfach noch nicht reif für die Schule und mit den Anforderungen in der Schule überfordert, kritisiert der Lehrerverband.

„Ältere Kinder lernen schneller als jüngere“, so Dr. Rainer Dollase, Universität Bielefeld, „weil das Gehirn weiter entwickelt ist.“ Siebenjährige könnten beispielsweise deutlich besser eigene Fehler einsehen als Fünfjährige. Zudem seien die Vorstellungskraft und das logische und organisatorische Vermögen schon viel besser ausgebildet.

Darüber hinaus sinke für rund ein Drittel der früheingeschulten Kinder die Wahrscheinlichkeit, nach der vierten Klasse den Sprung auf das Gymnasium zu schaffen, so das Ergebnis einer Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Jüngere Schüler würden zudem „häufiger unter Mobbing leiden“.

Quellen: Bildungsklick und SR-online

(Foto: rebel/pixelio.de)

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