SPD: Ganztagsschulen statt Kindergelderhöhung

SPD: Statt Kindergelderhöhung Investition in Bildung
In seiner Rede am Sonntag auf dem SPD-Parteitag in Berlin fordert der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel mehr Investitionen in Kitas und Schulen. Schulen sollten zu Ganztagsschulen und Kindertagesstätten zu Familientagesstätten ausgebaut werden, so der SPD-Chef. Finanzieren will er die Mehrausgaben durch den Verzicht auf die im Koalitionsvertrag der Schwarz-Gelben Regierung festgelegte Kindergelderhöhung und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes.
Die geplanten „Mini-Kindergelderhöhungen” würden “keiner Familie wirklich helfen”, begründet Gabriel seine Forderung, viel sinnvoller seien Investitionen in Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Foto: Mark Wilkendorf/flickr.deIn seiner Rede am Sonntag auf dem SPD-Parteitag in Berlin forderte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel mehr Investitionen in Kitas und Schulen. Schulen sollten zu Ganztagsschulen und Kindertagesstätten zu Familientagesstätten ausgebaut werden, so der SPD-Chef. Finanzieren will er die Mehrausgaben von 25 Mrd. Euro durch den Verzicht auf die im Koalitionsvertrag der Schwarz-Gelben Regierung festgelegte Kindergelderhöhung und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

Die geplanten „Mini-Kindergelderhöhungen” würden “keiner Familie wirklich helfen”, begründete Gabriel seine Forderung, viel sinnvoller seien Investitionen in Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
(Foto: Mark Wilkendorf/flickr.de)

Kommentare

  1. Oma 42 sagt:

    Für Herrn Gabriel existieren in Deutschland offensichtlich keine Eltern mehr, die in eigener Verantwortung ihre Kinder ernähren, begleiten, fördern und erziehen wollen, Eltern, die sich nicht damit begnügen, ihre Kinder abends ins Bett zu bringen, Eltern, die ihren Kindern nahe sein wollen, nicht nur während drei Urlaubswochen. Gabriel gibt sich allwissend in der Frage, was alle Kinder brauchen. Daher seine Pauschalantwort: Eltern brauchen kein Kindergeld, sondern Ganztagsversorgung für ihre Kinder. Zuerst nimmt man den Kindern ihre Eltern weg, dann schreit man nach Kollektivbetreuung. DDR lässt grüßen! Anstatt Eltern genügend Zeit und genügend finanzielle Mittel zu gewähren, werden zugunsten staatlicher Vereinnahmung immer mehr Elternrechte beschnitten : rot-gelb-grün-schwarze Zwangskollektivierung!

  2. Lang Waltraud sagt:

    Es wird in unserer Gesellschaft immer trauriger!!! Jeder, der sich irgendwie wichtig machen will bringt neue Ideen für das vermeintliche „Wohl“ des Kindes“ aus der Sicht des Erwachsenen und die Menschen, die erkennen und wissen, dass das alles nicht zum Wohle des Kindes ist, laufen gegen „Windmühlen“!
    Wie stand dieser Tage bei uns in der Zeitung: Die Zahl der psychisch Kranken nimmt immer mehr zu!!!! Woran das wohl liegt? Doch sicher nicht daran, dass unsere Gesellschaft immer mehr gegen das Wohl des Kindes agiert und die lebenswichtige Symbiose mit der Mutter nicht gefördert, sondern zerrissen wird??? Das daraus bleibende Schäden in der Psyche entstehen!!!! „Reißen“ wir nur immer mehr diese „Kluft“ auseinander“!
    Wir haben ja genug Geld in unserer Staatskasse, um alle „Löcher zu stopfen“, die durch das Mißachten der lebensnotwendigen Bindung für ein Kleinkind permanent forciert werden!
    Wundern wir uns also nicht, über diese kranke Ellenbogengesellschaft! Alles hat seinen Anfang!!!!

  3. Jürgen Groth sagt:

    Die Forderung „Ganztagsschulen statt Kindergeldanpassung (Erhöhung)“ – das ist eine Entmündigung von Eltern, die ihre Verantwortung sehr wohl wahrnehmen können und wollen. Als ehemaliger DDR-Bürger hoffte ich, solchen uniformitäts-diktatorisch anmutenden Forderungen entgangen zu sein.

  4. Kinder werden wieder zu zu kurz geratenen Erwachsenen, die ebenso zu funktionieren, in den Ablauf zu passen und Leistung zu erbringen haben wie die größeren Erwachsenen. Spätestens mit der KITA-Zeit tritt der Wecker in ihr Leben. Spätestens ab der Grundschule werden ihre Leistungen honoriert. Freizeit wird spätestens ab dem Turbo-Gymnasium auf Ferien/Urlaub beschränkt. Spätestens jetzt wird die Arbeitsstundenzahl der der größeren Erwachsenen angeglichen und per Terminkalender durchorganisiert.
    Kinder/Jugendliche, die nicht in den Ablauf passen, werden in Sonderschulsysteme und/oder in staatlich geförderte Erziehungssysteme ausgegliedert und passend gemacht. Die Drohung aus Urgroßelternzeiten: „Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heimn!“, gilt wieder.
    Selbstverständlicher brauchen Kinder/Jugendliche nicht vorrangig Eltern und ihr elterliches Zuhause, sondern professionelle Betreuer und Bezugspersonen, kostenpflichtige Aufzuchtseinrichtungen und kollektive Verwahranstalten.
    Und noch selbstverständlicher ist das Versagen der Eltern Schuld, wenn zu kurz geratene Erwachsene Erwachsenenziele nicht erreichen.
    Wie gut nur, dass es schon Samenbanken, Eizellenbanken, Leihmütter und bald auch industrielle Gebärmuttermaschinen gibt, die die industrielle Kinderproduktion nach staatlich genormten Katalogangeboten möglich machen und leistungsoptimierte, wirtschaftsbedürftigkeistzentrierte Erfolgsmenschklone am Fließband hervorbringen wird.
    Endlich wird es dann keine Wehenschmerzen, keine Schwangerschaftsvertretungen, keine Babypausen, keine Elternkarriereknicks, keine Kinder mit Produktionsfehlern, keine Vereinbarkeitsprobleme zwischen Familie und Beruf, keine Familienarbeit unterm Familienjoch und erst recht keinen
    Kindermangel mehr geben. Und am Wochenende, wenn Zeit bleibt, besuchen wir dann auch schon mal den professionellen Kinderstreichelpark und bestellen unser Kind aus dem Ansichtsexemplare-Sortiment. WOW!
    Dr. Karin Jäckel
    http://www.karin-jaeckel.de

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