Erwin Teufel: Erziehungszeiten in der Rente deutlicher anerkennen

Erwin Teufel: Mehr Anerkennung von Familienarbeit
Der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) fordert „einen selbstständigen Rentenanspruch für Erziehungszeiten“. Denn während Fremderziehung „besoldet“ werde, sie die „Erziehung in der Familie … nichts wert“. In einem Vortrag als Gast-Referent der Stiftung Gottesbeziehung in Familien übte er scharfe Kritik an der Familienpolitik seiner Partei. Der Wert der Familienarbeit würde viel zu wenig gewürdigt, da sei man noch auf dem Stand des 19. Jahrhunderts, monierte Teufel.
Im Mittelpunkt der aktuellen Familienpolitik stünde die Berufstätigkeit der Eltern und damit das Wohl der Wirtschaft statt das Wohl des Kindes. „Wenn es aufgrund der demografischen Entwicklung weniger Ingenieure gibt“, würde sich dieser Druck auf die Eltern noch erhöhen. Familie aber dürfe „man nicht der Ökonomisierung unterwerfen“, warnte Teufel.
Eine echte Wahlfreiheit für Eltern gebe es derzeit nicht. Die Politik dürfe nicht darüber bestimmen, wie Eltern ihre Kinder betreuen lassen, auch wenn er selbst es eher skeptisch sehe, wenn Mütter nach der Geburt ihres Kindes gleich wieder in den Beruf einstiegen.
Erziehung könne nur gelingen, wenn zwischen Eltern und Kindern „eine liebevolle Beziehung“ bestehe und man sich „Zeit für die Kinder“ nehme.

Foto: www.cdu-tuebingen.deDer ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) fordert „einen selbstständigen Rentenanspruch für Erziehungszeiten“. Denn während Fremderziehung „besoldet“ werde, sie die „Erziehung in der Familie … nichts wert“. In einem Vortrag als Gast-Referent der Stiftung Gottesbeziehung in Familien übte er scharfe Kritik an der Familienpolitik seiner Partei. Der Wert der Familienarbeit würde viel zu wenig gewürdigt, da sei man noch auf dem Stand des 19. Jahrhunderts, monierte Teufel.

Im Mittelpunkt der aktuellen Familienpolitik stünde die Berufstätigkeit der Eltern und damit das Wohl der Wirtschaft statt das Wohl des Kindes. „Wenn es aufgrund der demografischen Entwicklung weniger Ingenieure gibt“, werde sich dieser Druck auf die Eltern noch erhöhen. Familie aber dürfe „man nicht der Ökonomisierung unterwerfen“, warnte der Ex-Ministerpräsident von Baden-Würtemberg.

Eine echte Wahlfreiheit für Eltern gebe es derzeit nicht. Die Politik dürfe nicht darüber bestimmen, wie Eltern ihre Kinder betreuen lassen, auch wenn er selbst es eher skeptisch sehe, wenn Mütter nach der Geburt ihres Kindes gleich wieder in den Beruf einstiegen.

Erziehung könne nur gelingen, wenn zwischen Eltern und Kindern „eine liebevolle Beziehung“ bestehe und man sich „Zeit für die Kinder“ nehme.

Quelle: Tagblatt.de

(Foto: www.cdu-tuebingen.de)

Kommentare

  1. OMA 42 sagt:

    Wenn die CDU, anstatt sich selbst zu beklatschen, einmal den Gründen nachginge, warum ihr die Wähler zuhauf weglaufen, dann könnte sie ja mal auf den Ministerpräsidenten a. D. Erwin Teufel hören. Auch wenn er nichts anderes sagt, als die Familienverbände, aus seinem Mund dürfte die Mahnung ein anderes Gewicht bekommen. Allerdings steht zu befürchten, dass die bornierte Regierungscrew auf den Rat weiser Männer verzichtet. Wenn Familien sich demontiert, schikaniert und diskriminiert fühlen, dann kommt das nicht von ungefähr. Wieso sollten junge Paare Kinder wollen, wenn die Politik den Familien gezielt den Garaus macht? Eine Gesellschaft, die Mütter schmäht, verdient keine Kinder!

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