Elterngeld: Kinderreiche Familien werden benachteiligt

Elterngeld: Kinderreiche Familien werden benachteiligt
Trotz anhaltend niedriger Geburtenzahlen lobt Familienministerin Kristina Schröder (CDU) das Elterngeld, denn immerhin sei die Zahl der Neugeborenen 2009 nicht drastisch zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte aber sieht anders aus. Weit entfernt vom angekündigten Babyboom benachteiligt das Elterngeld zudem vor allem kinderreiche Familien. Mütter, die sich daheim um ihren Nachwuchs kümmern, statt Karriere zu machen, bekommen für jedes weitere Kind nur den Sockelbetrag von 300 Euro.
Das sei ungerecht und bewerte die Arbeit, die Mütter für ihre Kinder und Familien leisteten, geringer als Erwerbsarbeit, kritisieren Familienexperten. Die Familienpolitik, so scheint es, ist vor allem eine Politik für Erwerbstätige und nicht für Familien mit vielen Kindern. „Die Politik hat die kinderreichen Familien gar nicht mehr auf dem Schirm“, stellt Stefan Fuchs vom Institut für Demografie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF) fest. Dabei würden gerade Vollzeitmütter die höchste Geburtenrate aufweisen. Damit schadet das Elterngeld also gerade denen, die Kinder bekommen wollen. „Bevölkerungspolitisch ist es ein Fehler, gerade die traditionell lebenden Familien an den Rand zu drängen“, so Fuchs.
Mehrere betroffene Familien werden deshalb gemeinsam mit der Ökologisch-Demokratischen Partei  (ÖDP) gegen das Elterngeld vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Denn jedes Kind sollte dem Staat gleich viel wert sein. ÖDP-Familienexperte Johannes Resch hält das Elterngeld für verfassungswidrig, denn es gebe „bei einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung … für die Begünstigung der Besserverdienenden keine stichhaltige Begründung“. Vorerst allerdings wurde die Klage wegen mangelhafter Begründung zurückgewiesen.
Lesen Sie hier mehr.

Foto: Uwe Molt/pixelio.deTrotz anhaltend niedriger Geburtenzahlen lobt Familienministerin Kristina Schröder (CDU) das Elterngeld, denn immerhin sei die Zahl der Neugeborenen 2009 nicht drastisch zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte aber sieht anders aus. Weit entfernt vom angekündigten Babyboom benachteiligt das Elterngeld zudem vor allem kinderreiche Familien. Mütter, die sich daheim um ihren Nachwuchs kümmern, statt Karriere zu machen, bekommen für jedes weitere Kind nur den Sockelbetrag.

Das sei ungerecht und bewerte die Arbeit, die Mütter für ihre Kinder und Familien leisteten, geringer als Erwerbsarbeit, kritisieren Familienexperten. Die Familienpolitik sei vor allem eine Politik für Erwerbstätige und nicht für Familien mit vielen Kindern. „Die Politik hat die kinderreichen Familien gar nicht mehr auf dem Schirm“, stellt auch Stefan Fuchs vom Institut für Demografie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF) fest. Dabei würden gerade Vollzeitmütter die höchste Geburtenrate aufweisen. Damit schadet das Elterngeld also in erster Linie denen, die Kinder bekommen wollen. „Bevölkerungspolitisch ist es ein Fehler, gerade die traditionell lebenden Familien an den Rand zu drängen“, so Fuchs.

Mehrere betroffene Familien werden deshalb gemeinsam mit der Ökologisch-Demokratischen Partei  (ÖDP) gegen das Elterngeld vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Denn jedes Kind sollte dem Staat gleich viel wert sein. ÖDP-Familienexperte Johannes Resch hält das Elterngeld für verfassungswidrig, denn es gebe „bei einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung … für die Begünstigung der Besserverdienenden keine stichhaltige Begründung“. Vorerst allerdings wurde die Klage wegen mangelhafter Begründung in Karlsruhe zurückgewiesen.

Lesen Sie hier mehr.

Foto: Uwe Molt/pixelio.de

Kommentare

Kommentar schreiben