Kritik am Elterngeld wächst

Kritik am Elterngeld wächst
Seit der Einführung des Elterngeldes hat der Bund dafür fast 15 Milliarden ausgegeben, „ohne daß sich ein meßbarer Erfolg eingestellt hätte“, kritisiert das Magazin der „Spiegel“. Nicht nur die Geburtenzahl sei weiter zurückgegangen, auch die vielgepriesene „Aktivierung der Väter durch das Elterngeld“ habe sich nicht eingestellt. Mit Geld lasse sich die Gebärfreude nicht steigern, konstatiert Bert Rürup, einer der Miterfinder des Elterngeldes. Für ihn ist das Konzept gescheitert.
„Das Elterngeld wirkt nicht geburtenfördernd“, kritisiert auch Familienexperte Stefan Fuchs vom Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF). Es würde statt dessen einen Anreiz setzen, erst einmal die Karriere zu verfolgen, da der Elterngeldbezug desto höher ausfällt, je mehr vor der Geburt verdient wurde.
Aus der bayerischen Staatskanzlei sei laut Spiegel in Richtung Finanzministerium gar zu hören gewesen, daß das Elterngeld mehr koste als es unterm Strich einbringen würde.
Auch der gewünschte Effekt einer neuen Rollenverteilung in der Familie wolle sich nicht so recht einstellen. Nur einer von fünf Vätern würde überhaupt einen Antrag auf Elterngeld stellen. Die meisten von ihnen würden zudem nur maximal zwei Monate Elternzeit beantragen, zumeist die letzten beiden Monate. Nur sechs Prozent der Väter nahm laut Statistik im vergangenen Jahr mehr als zwei Monate Elternzeit in Anspruch – vor der Einführung des Elterngeldes lag die Quote unter fünf Prozent.
Quelle: Der Spiegel, Nr. 47/22.11.2010, S. 35-36.

Foto: FamilienschutzSeit der Einführung des Elterngeldes hat der Bund dafür fast 15 Milliarden ausgegeben, „ohne dass sich ein messbarer Erfolg eingestellt hätte“, kritisiert das Magazin der „Spiegel“. Nicht nur die Geburtenzahl sei weiter zurückgegangen, auch die vielgepriesene „Aktivierung der Väter durch das Elterngeld“ habe sich nicht eingestellt. Mit Geld lasse sich die Gebärfreude nicht steigern, konstatiert Bert Rürup, einer der Miterfinder des Elterngeldes. Für ihn ist das Konzept gescheitert.

„Das Elterngeld wirkt nicht geburtenfördernd“, kritisiert auch Familienexperte Stefan Fuchs vom Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF). Es würde statt dessen einen Anreiz setzen, erst einmal die Karriere zu verfolgen, da der Elterngeldbezug desto höher ausfällt, je mehr vor der Geburt verdient wurde.

Aus der bayerischen Staatskanzlei sei laut Spiegel in Richtung Finanzministerium gar zu hören gewesen, daß das Elterngeld mehr koste als es dem Staat etwas einbringen würde.

Auch der gewünschte Effekt einer neuen Rollenverteilung in der Familie wolle sich nicht so recht einstellen. Nur einer von fünf Vätern würde überhaupt einen Antrag auf Elterngeld stellen. Die meisten von ihnen würden zudem nur maximal zwei Monate Elternzeit beantragen, zumeist die letzten beiden Monate. Nur sechs Prozent der Väter nahm laut Statistik im vergangenen Jahr mehr als zwei Monate Elternzeit in Anspruch – vor der Einführung des Elterngeldes lag die Quote unter fünf Prozent.

Quelle: Der Spiegel, Nr. 47/22.11.2010, S. 35-36.

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