Studie: Geburtenflaute durch Vereinbarkeitsdruck

Fotos: S. Hainz und Konstantin Gastmann/pixelio.deFrauen wollen heute meistens beides: Sie wollen rund um die Uhr für ihre Kinder da sein, sich aber gleichzeitig beruflich und privat erfolgreich verwirklichen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, daß dieser Perfektionsdruck eine der Ursachen für die anhaltend niedrigen Geburtenzahlen sei. Viele Frauen fühlten sich zwischen diesen Rollen innerlich zerrissen und würden deshalb ihre Familienplanung immer weiter aufschieben und dann häufig nicht realisieren.

Nur 44 Prozent der befragten Frauen gaben an, sich beim Thema Kinder wirklich entspannt zu fühlen. Kinder würden zunehmend als eine Kostbarkeit empfunden. Dies verstärke den Druck auf die Frauen noch.

Aber auch finanzielle Bedenken und die Angst davor, vom Partner verlassen zu werden und dann als alleinerziehende Mutter leben zu müssen, hindere viele Frauen daran, Kinder zu bekommen.

Die Studie „Kinderkriegen in Deutschland“ wurde im Auftrag des Babynahrungsmittelherstellers Milupa vom Meinungsforschungsinstitut Rheingold durchgeführt. Rheingold befragte dafür 1.000 Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren – Mütter von Babys bis zwölf Monaten, Schwangere sowie Frauen mit und ohne Kinderwunsch. Zusätzlich wurden mit 70 Frauen ausführliche tiefenpsychologische Interviews geführt.

Quelle: sueddeutsche.de

Fotos: S. Hainz und Konstantin Gastmann/pixelio.de

Kommentare

Kommentar schreiben