Anstieg der Geburtenzahlen – keine Leistung des Familienminsteriums

Anstieg der Geburtenzahlen – keine Leistung des Familienminsteriums
Die Entscheidung für oder gegen ein Kind hängt nach Ansicht des Sozialpolitik-Experten Stefan Sell von viel mehr Faktoren ab als nur vom Elterngeld oder Angeboten zur Kleinkindbetreuung. Vor allem drei Faktoren seien für den aktuellen Anstieg der Geburtenzahlen verantwortlich: Erstens sei der Spätgebärenden-Trend gestoppt. Zum zweiten liege die Geburtenrate in Ostdeutschland bereits seit einiger Zeit über der Zahl im Westen. Und drittens trage die sog. „Polarisierung der Familienstrukturen“ positiv zum Geburtenaufschwung bei.
Zwar würde sich mittlerweile jede dritte Frau für Kinderlosigkeit entscheiden. Immer mehr Familien aber, die bereits ein Kind haben, wollen weitere Kinder bekommen. Dadurch könnten die Geburtenzahlen wieder leicht steigen, erläutert Sell, Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule Koblenz.
Der Bevölkerungsstatistiker Gerd Bosbach hält den Anstieg der Geburtenzahlen für eine „normale Schwankung“. Zudem zeige dies einmal mehr, daß die „Entwicklung der Bevölkerungszahlen eben kein gleichförmiger und damit exakt vorhersehbarer Prozeß“ sei. Die Menschen in Deutschland äußerten aktuellen Studien zufolge wieder verstärkt den Wunsch nach Kindern. Die tatsächliche Umsetzung dieses Wunsches sei aber „eine sehr komplexe und eine sehr individuelle Entscheidung“.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1495584/Statistiker-suchen-Ursache-fuer-den-Babyboom.html

Foto: wrw/pixelio.deDie Entscheidung für oder gegen ein Kind hängt nach Ansicht des Sozialpolitik-Experten Stefan Sell von viel mehr Faktoren ab als nur vom Elterngeld oder Angeboten zur Kleinkindbetreuung. Vor allem drei Faktoren seien für den aktuellen Anstieg der Geburtenzahlen verantwortlich: Erstens sei der Spätgebärenden-Trend gestoppt. Zum zweiten liege die Geburtenrate in Ostdeutschland bereits seit einiger Zeit über der Zahl im Westen. Und drittens trage die sog. „Polarisierung der Familienstrukturen“ positiv zum Geburtenaufschwung bei.

Zwar würde sich mittlerweile jede dritte Frau für Kinderlosigkeit entscheiden. Immer mehr Familien aber, die bereits ein Kind haben, wollen weitere Kinder bekommen. Dadurch könnten die Geburtenzahlen wieder leicht steigen, erläutert Sell, Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule Koblenz.

Der Bevölkerungsstatistiker Gerd Bosbach hält den Anstieg der Geburtenzahlen für eine „normale Schwankung“. Zudem zeige dies einmal mehr, daß die „Entwicklung der Bevölkerungszahlen eben kein gleichförmiger und damit exakt vorhersehbarer Prozeß“ sei. Die Menschen in Deutschland äußerten aktuellen Studien zufolge wieder verstärkt den Wunsch nach Kindern. Die tatsächliche Umsetzung dieses Wunsches sei aber „eine sehr komplexe und eine sehr individuelle Entscheidung“.

Quelle: Berliner Morgenpost

Foto: wrw/pixelio.de

Kommentare

Kommentar schreiben