Psychoanalytiker: Fremdbetreuung besser als die eigene Mutter

Psychoanalytiker: Fremdbetreuung besser als die eigene Mutter
Mit den Vor- und Nachteilen außerhäuslicher Betreuung und Erziehung von Kleinkindern und Kindern befaßt sich ein aktueller Sonderband der Zeitschrift „Psychoanalyse – Texte zur Sozialforschung“. Darin kommt u.a. der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter zu dem erstaunlichen Befund, daß „zahlreiche ganztags zuhause lebende Kinder … durch neurotische, reizbare, unbefriedigte Mütter stärker belastet (werden) als in der Gemeinschaftsbetreuung durch gut geschulte Erzieherinnen“.
Eltern würden eigene ungelöste Konflikte, wenn auch unbewußt, häufig an ihren Kindern abreagieren und ihnen damit Schaden zufügen. „Vielfach sind es unglückliche, unausgefüllte, überbesorgte oder nörgelnde Mütter, die schon auf Kleinkinder Ängste, Misstrauen oder Verstimmungen übertragen …“, so Richter weiter.
Elisabeth Brainin, die in ihrem Aufsatz immerhin anerkennt, daß es ein „essentielles Bindungsbedürfnisse des Kleinkindes“ gibt, sieht in der Auseinandersetzung zwischen Eltern und ihren Kindern gar ein „solides Fundament für eine sado-masochistische Entwicklung“ und warnt vor einer „unrealistischen Idealisierung der Mutter-Kind-Beziehung“.

Foto: Sibylle Schwämmlein / pixelio.deMit den Vor- und Nachteilen außerhäuslicher Betreuung und Erziehung von Kleinkindern und Kindern befaßt sich ein aktueller Sonderband der Zeitschrift „Psychoanalyse – Texte zur Sozialforschung“. Darin kommt u.a. der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter zu dem erstaunlichen Befund, daß „zahlreiche ganztags zuhause lebende Kinder … durch neurotische, reizbare, unbefriedigte Mütter stärker belastet (werden) als in der Gemeinschaftsbetreuung durch gut geschulte Erzieherinnen“.

Eltern würden eigene ungelöste Konflikte, wenn auch unbewußt, häufig an ihren Kindern abreagieren und ihnen damit Schaden zufügen. „Vielfach sind es unglückliche, unausgefüllte, überbesorgte oder nörgelnde Mütter, die schon auf Kleinkinder Ängste, Misstrauen oder Verstimmungen übertragen …“, so Richter weiter.

Elisabeth Brainin, die in ihrem Aufsatz immerhin anerkennt, daß es ein „essentielles Bindungsbedürfnisse des Kleinkindes“ gibt, sieht in der Auseinandersetzung zwischen Eltern und ihren Kindern gar ein „solides Fundament für eine sado-masochistische Entwicklung“ und warnt vor einer „unrealistischen Idealisierung der Mutter-Kind-Beziehung“.

Quelle: Psychologie Aktuell

Foto: Sibylle Schwämmlein / pixelio.de

Kommentare

  1. Simplicia sagt:

    Als ob gut ausgebildete Erzieherinnen keine ungelösten Probleme hätten!
    Gerade Lehrer sind doch beständig am heulen wie überfordert sie seien.

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