Wenn Mutti früh zur Arbeit geht…

Klaus HurrelmannDer Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann feiert in der ZEIT die Berufstätigkeit der Mütter als emanzipatorischen Erfolg der Frauen, der auch die Kinder freue. Ökonomische Sicherung und gesellschaftliche Teilhabe seien die Antriebsfedern der Eltern, „um das traditionelle deutsche Familienmuster des erwerbstätigen Vaters und der haushaltenden Mutter zu überwinden“. Daß viele Familien aus finanziellen Zwängen heraus die doppelte Erwerbstätigkeit „wählen“, sieht er dabei ebenso wenig wie die Freude der Kinder, wenn die Familie ausreichend Zeit für einander hat. „Hurra, Mama arbeitet!“

Kommentare

  1. Michael Bloch sagt:

    In 20 Jahre alten Büchern hat Prof. Hurrelmann durchaus den Wert der Familie und der Erziehungsleistung der Mütter gewürdigt und deren positiven Wert für die Kinder selbst hervor gehoben.
    Dass er nun seine ehemalige eigene Meinung um 180° umgekehrt hat, zeigt, dass auch Hurrelmann ein Opfer des Zeitgeistes geworden ist, der (vielleicht um seiner Karriere und seines Einkommens wegen?) lieber das sagt, was politisch gewollt ist als das, was sachlich richtig ist.
    Eva Hermann, Bischof Mixa und Thilo Sarrazin sind ihrer Ämter enthoben worden, weil sie die Wahrheit gesagt haben. Vielleicht will Prof. Hurrelmann diesem Schicksal entgehen, indem er das sagt, was opportun ist?

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