BW-Familienministerin: Familien werden „schon jetzt sehr umfassend berücksichtigt“

Die baden-württembergische Familienministerin, Dr. Monika Stolz, lässt in ihrer Antwort zur Familienfairen Sozialreform ihren Büroleiter Dr. Thilo Walker der Initiative Familienschutz mitteilen, dass eine familiengerechtere Ausgestaltung der Sozialsysteme derzeit „nicht Erfolg versprechend“ erscheinen. Die sozialen Sicherungssysteme würden „die besondere Lage und auch Schutzbedürftigkeit der Familie schon jetzt sehr umfassend“ berücksichtigen.
Weitere „Privilegierungen“ ließen sich nicht ohne weiteres finanzieren und eine erfolgreiche Umsetzung wäre damit fraglich. Für die 60jährige Politikerin und Mutter von vier Kindern sei die soziale Sicherung der Familien aber auch weiterhin ein wichtiges Anliegen, teilte ihr Büroleiter mit. Deswegen wolle sie sich mit Nachdruck dafür einsetzen, „dass die jetzigen, familienfreundlichen Regelungen auch im Zuge möglicher künftiger Reformen des Bundes, die leider immer auch von Einsparzwänge geleitet sein müssen, unbedingt erhalten bleiben“.
Lesen Sie hier die ganze Antwort von Ministerin Dr. Monika Stolz
http://www.abgeordneten-check.de/antworten/view/65/1173.html
Foto: Eva K./wikipedia.de

Foto: Eva K./wikipedia.deDie baden-württembergische Familienministerin, Dr. Monika Stolz, lässt in ihrer Antwort zur Familienfairen Sozialreform ihren Büroleiter Dr. Thilo Walker der Initiative Familienschutz mitteilen, dass eine familiengerechtere Ausgestaltung der Sozialsysteme derzeit „nicht Erfolg versprechend“ erscheinen. Die sozialen Sicherungssysteme würden „die besondere Lage und auch Schutzbedürftigkeit der Familie schon jetzt sehr umfassend“ berücksichtigen.

Weitere „Privilegierungen“ ließen sich nicht ohne weiteres finanzieren und eine erfolgreiche Umsetzung wäre damit fraglich. Für die 60jährige Politikerin und Mutter von vier Kindern sei die soziale Sicherung der Familien aber auch weiterhin ein wichtiges Anliegen, teilte ihr Büroleiter mit. Deswegen wolle sie sich mit Nachdruck dafür einsetzen, „dass die jetzigen, familienfreundlichen Regelungen auch im Zuge möglicher künftiger Reformen des Bundes, die leider immer auch von Einsparzwänge geleitet sein müssen, unbedingt erhalten bleiben“.

Lesen Sie hier die ganze Antwort von Ministerin Dr. Monika Stolz

Foto: Eva K./wikipedia.de

Kommentare

  1. Bärbel Fischer sagt:

    Sehr geehrte Frau Stolz,

    auf die Anfrage, ob Sie eine familienfaire Sozialreform befürworten, wenden Sie ein, weitere Privilegierungen von Familien seien nicht finanzierbar. Wie Ihnen als Familienministerin ein solcher Satz über die Lippen kommen kann ist dem Bürger rätselhaft. Sie kennen doch den 7. Familienbericht, der aufzeigt, dass der Familienlastenausgleich in Deutschland mit 1,9% BIP so ziemlich das Schlusslicht in Europa ist. Und wenn Sie die utopischen 184 Mrd. „Familienförderung“ meinen, dann erfahren Sie im Bundesfamilienministerium, dass es sich lediglich um knapp 50 Mrd. echte Förderung handelt. Alles andere ist gesetzlicher Anspruch und kein Privileg. Vielleicht zählen Sie den milliardenschweren Krippenausbau zu den Privilegien, den wir Steuerzahler zu berappen haben. Wer fordert denn diesen Kraftakt? Das ist doch die Wirtschaft! Sie braucht Frauen, damit ihre Räder laufen und die Löhne niedrig bleiben. Dann hätte gerechterweise auch die Wirtschaft diese Milliarden zu bezahlen.

    Auf der anderen Seite verlangt man von Eltern Sozialabgaben in gleicher Höhe wie von Kinderlosen, obwohl die Eltern mit jedem Kind zusätzlich die nachfolgende Generation stützen. Die Familie mit drei Kindern hat am Ende des Jahres ca. 12 Tausend Euro weniger frei verfügbares Einkommen als das kinderlose Ehepaar bei mittlerem Einkommen.

    Wer ist denn nun privilegiert, Frau Familienministerin?

  2. Annette Stier sagt:

    Sehr geehrte Fr. Stolz,
    ich war vor einigen Tagen bei der Rentenanstalt um mich zu erkundigen was mich im Alter so erwartet. Es sieht für mich ziemlich schlecht aus, meine Rente wird sehr gering ausfallen da es mir nach der Geburt meiner Tochter 1983 nicht möglich war eine Ausbildung zu machen oder Vollzeit arbeiten zu gehen. Damals gab es so gut wie keine Vollzeitbetreuung für Kinder und die Plätze die es gab waren ausschließlich für kinderreiche- oder Problemfamilien vorgesehen. Mir wurde gesagt dass ich, da verheiratet doch einen „Versorger“ hätte. Ich war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre und es war mir über Jahre nur möglich über Minijobs etwas dazuzuverdienen. Unsere Tochter hat dann ab ihrem dritten Lebensjahr einen Kindergarten mit Betreuung von 8-12 und 14-16h aufgesucht. Bei solch eingeschränkten Zeiten war es nicht möglich einem sozialversicherungspflichtigen Job nachzugehen, den Arbeitgeber gab und gibt es nicht!
    Nun wurde mir seitens der Deutschen Rentenversicherung mitgeteilt dass mir und meinen Jahrgängen während denen es staatlicherseits keine umfassende Kinderbetreuung gab, nur zwei Jahre auf die Kinderbetreuung zur Rente angerechnet wird, aber spätere Jahrgänge die die Kinderbetreuung inzwischen einklagen können, drei Jahre auf ihre Rente angerechnet bekommen.
    Um gerecht zu sein, müssten mir nun mindesten fünf Jahre zu meiner Rente zustehen, da es 1983 nicht annähernd die Möglichkeiten für Frauen gab die es jetzt gibt.
    Wie können Sie mir diese aktuell bei der Rentenberechnung herrschende Ungerechtigkeit erklären? Ich lasse mich nicht mit irgendwelchen Gesetzen abspeisen, denn Gesetze kann man jederzeit ändern, vor allem wenn sie absolut ungerecht sind!
    Mit freundlichen Grüßen
    A. Stier

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