Rita Süssmuth fordert ausreichende Grundsicherung für Familien

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Rita Süssmuth (CDU) hat im Interview mit der Zeitschrift „Focus“ die aktuelle Familienpolitik als wenig familienfördernd kritisiert. Bei den derzeitigen familienpolitischen Maßnahmen gehe es vorrangig darum, daß die Eltern möglichst rasch wieder arbeiteten. Sie fordert deshalb eine „ausreichende Grundsicherung“ für Eltern wie beispielsweise in den skandinavischen Ländern, in denen zwischen 900 und 1200 Euro gezahlt würden. 

„Statt familienpolitischer Mosaiksteine“ sei eine „schlüssige Gesamtkonzeption vonnöten“, so Süssmuth.

Die Einführung des Elterngeldes und den Ausbau der Kinderbetreuung bewertete sie zwar positiv, kritisch sei allerdings, daß das Elterngeld für nicht erwerbstätige Mütter nach wie vor nur 300 Euro betrage. Und Mütter, die über die Elternzeit hinaus zugunsten der Kindererziehung auf eine Erwerbstätigkeit verzichten wollen, hätten heute eine „unstabilere Position als früher“, kritisierte Süssmuth.

Quelle: Focus, Nr. 33/11, 13. August 2011, S. 21.

Bild: geralt/photoopia.com

Kommentare

  1. […] Kauder widersprochen der anlässlich der sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland vorgeschlagen Rita Süssmuth fordert ausreichende Grundsicherung für Familien Statt familienpolitischer Mosaiksteine sei eine schlüssige Gesamtkonzeption vonnöten so […]

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