Kandidatencheck in Berlin: „Sexuelle Vielfalt“ in der Grundschule?

Wenige Wochen vor der Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin am 18. September 2011 führt die Initiative Familienschutz eine Befragung aller Direktkandidaten zum Thema „Elternrecht auf Erziehung“ durch. Anlaß ist der Medienkoffer „Familien, Lebensweisen und sexuelle Vielfalt“, mit dem ab diesem Schuljahr alle Grundschulkinder fächerübergreifend weg vom Leitbild „der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie“ hin zu unterschiedslos wertschätzender Offenheit für alle denkbaren sexuellen Alternativen erzogen werden sollen.

Die Initiative Familienschutz verweist in ihrem Schreiben an die Kandidaten darauf, daß die Erziehung, vor allem aber die Sexual- und Werteerziehung, um des Kindes willen in erster Linie Recht und Aufgabe der Eltern sei. So sehe dies auch das Grundgesetz, Art. 6: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht.“

Die Berliner Initiative zur „Sexuellen Vielfalt“ stelle deshalb „einen massiven Eingriff in die elterlichen Erziehungsrechte“ dar, wie es der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, formulierte.

Die Kandidaten zur Abgeordnetenhauswahl sollen folgende Frage beantworten: „Erkennen Sie an, daß Sexual- und Werteerziehung um des Kindes willen in erster Linie Recht und Aufgabe der Eltern ist und sprechen Sie sich dafür aus, daß „sexuelle Vielfalt“ in ihrer ganzen scham- und persönlichkeitsverletzenden Bandbreite kein Lehrstoff des Grundschulunterrichtes ist?“

Die Antworten und Reaktionen der Kandidaten werden vor der Wahl am 18.09.2011 auf www.KandidatenCheck.net – eine Aktion von www.AbgeordnetenCheck.de – veröffentlicht. Dann haben auch die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit den Kandidaten zu diesem Thema eine Online-Petition zu schicken.

Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Kommentare

  1. Noortwijck, Ursula sagt:

    Der Staat hat in jedem Fall die Finger aus der frühkindlichen (überhaupt!) Erziehung zu lassen. Eltern müssen die freie Erziehungswahl auch bezüglich der Institutionen, denen sie ihre Kinder anvertrauen wollen, haben. Sein Auftrag kann allein nur sein Vielfalt zu ermöglichen und die Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Die Inhalte jeder Bildung und Erziehung zu bestimmen ist schon immer eine Anmaßung des Staates gewesen.

Kommentar schreiben