Petition gegen Sexualkunde-Unterricht in der Schweiz

Gegen die Pläne der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) an allen Schweizer Volksschulen obligatorischen Sexualkunde-Unterricht einzuführen, haben Politiker verschiedener konservativer Parteien, Lehrer und Familienverbände eine Petition gestartet, die im Internet noch bis zum 01. Oktober 2011 unterzeichnet werden kann. Die geplante Sexualkunde sei „gespickt mit allerlei Handlungsanleitungen bereits für Kinder ab vier Jahren“, kritisieren die Initiatoren.

Zudem hätten die Eltern weder die Möglichkeit, Einfluß auf den Unterricht oder die verwendeten Lehrmittel zu nehmen, noch dürften sie ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen. “Dabei ist sexuelle Aufklärung ihrer Kinder doch vor allem Aufgabe der Eltern”.

In den Unterrichtsprogrammen fänden sich u.a. „auch detaillierte Anleitungen oder (empfehlende) Links zu konkreten sexuellen Betätigungen wie Analsex, Oralsex, Sex mit dem gleichen Geschlecht etc.“ Dies sei „skandalös“, so die Verantwortlichen der Petition, denn „die Grenze zur Pornographie“ werde immer wieder überschritten.

Die Initiative  „Gegen die Sexualisierung der Volksschule“ fordert deshalb: „Die gewählten Bildungsdirektoren sämtlicher Kantone müssen persönlich die volle Verantwortung für die Sexualkunde an der Volksschule in ihren Kantonen übernehmen. Ein Obligatorium kommt nicht in Frage. Sexuelle Aufklärung ist vor allem Aufgabe des Elternhauses. «Fächerübergreifende» Sexualkunde ist aus zuschliessen. Eltern, die mit der schulischen Sexualaufklärung nicht einverstanden sind, müssen ihre Kinder ohne weitere Begründung von diesem Unterricht dispensieren lassen können.“

Zur Petition „Gegen die Sexualisierung der Volksschule“

Bild: knipseline  / pixelio.de

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