SPD: Postkartenaktion gegen Betreuungsgeld

Die SPD startet heute eine bundesweite Postkarten-Aktion und eine Online-Kampagne gegen die Einführung des Betreuungsgeldes. Das Betreuungsgeld halte „Kinder von frühkindlicher Bildung und Frauen von ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt fern“, begründete die SPD-Parteivize Manuela Schwesig im Interview auf der SPD-Webseite die Aktion. Die Kampagne der SPD richte sich gegen das „rückständige Familienbild“ von CDU/CSU, „das an den Bedürfnissen der Familien heute vorbei geht“. Das Geld für das Betreuungsgeld wolle Schwesig lieber in weitere 160.000 Kitaplätze investieren. 

Das Geld für das Betreuungsgeld wolle Schwesig lieber in weitere 160.000 Kitaplätze investieren.

Auf der Internetseite soll nun jeden Tag ein neues Argument von Prominenten gegen das Betreuungsgeld veröffentlicht werden, mit dabei beispielsweise ‚Super-Nanny‘ Katharina Saalfrank.

Die Sozialdemokraten kündigten zudem am Wochenende an, gegen das Betreuungsgeld vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, sobald der Gesetzentwurf vorliegt.

Quelle:  SPD.de

(Bild: Florian Jaenicke / SPD)

Kommentare

  1. Karl-Christian Hausmann sagt:

    Was für ein Schwachsinn von Frau Schwesig. Wäre sie nicht ideologisch verblendet würde sie wahrnehmen, dass 2/3 der Familien aus gutem Grund ihre Kinder selbst erziehen und das auch noch mit Gewinn an Lebensfreude und emotionaler Reife.
    Soll die SPD doch ruhig vor das BVG ziehen. Dann würden sie unser GG auf diesem Wege wenigstens wieder etwas besser kennenlernen: dieses sagt ja expicit,“ Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“
    Weiter hat es das Bundesverfassungsgericht untersagt, Eltern zu einer bestimmten Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder zu drängen. Eltern dürfen ihr familiäres Leben nach ihren Vorstellungen planen und verwirklichen und insbesondere in ihrer Erziehungsverantwortung entscheiden, ob und in welchem Entwicklungsstadium Kinder überwiegend von einem Elternteil allein, von beiden Eltern in wechselseitiger Ergänzung oder von einem Dritten betreut werden sollen.

  2. Gedeih und Verderb der SPD hängt offensichtlich von der Einführung des Betreuungsgeldes ab, so muss man vermuten, wenn sie viele tausend Euro dafür ausgibt, der Bevölkerung durch eine Postkartenaktion „die Augen zu öffnen“. Erstens hat für die bereits getroffene Koalitionsvereinbarung diese Aktion keinerlei Bewandtnis, zweitens kann der Schuss leicht nach hinten losgehen. Denn 2/3 der Eltern betreuen in Deutschland ihre Babys selbst und zuhause, auch wenn dies den Sozis gar nicht behagt. In der DDR und in anderen sozialistischen Gesellschaften konnte man ja zur genüge die „Erfolge“ solcher Kollektiverziehung studieren. Heraus kommt der linientreue Duckmäuser und Abnicker.
    Aber vielleicht ist gerade dieser gewollt!

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