Württemberger Katholiken: Krippenausbau ist alternativlos

In einer aktuellen Presseerklärung haben sich das Bistum Rottenburg-Stuttgart und sein Caritasverband entschieden gegen das geplante Betreuungsgeld ausgesprochen. Ordinariatsrätin und  Leiterin der Hauptabteilung Caritas, Irme Stetter-Karp, kritisierte das Betreuungsgeld als wenig geeignet, die „Bildungschancen von Kinder zu erhöhen und die Chancengleichheit von Frauen stärken“, es verhindere vielmehr „intelligente Lösungen in der Kleinkindbetreuung und Berufschancen von Müttern.“

Caritasdirektor Prälat Wolfgang Tripp ist überzeugt, daß die Kinderkrippe gerade Kindern aus „sozial schwachen Familien“ nachhaltige Bildungschancen böte und damit die „biografische Erfolgsfaktoren“ stärke. Der Krippenausbau sei deshalb „ohne Alternative“.

Zur Pressemitteilung

Foto: Irme Stetter-Karp/caritas.de

Kommentare

  1. Es ist schon mehr als beschämend, dass sich das Bistum Rottenburg-Stuttgart gegen eine finanzielle Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung ausspricht und stattdessen auf die Krippe setzt. So werden gleichzeitig über 2/3 aller Eltern finanziell massiv benachteiligt und gleichzeitig in ihrer Erziehungsleistung diskeditiert.
    Diese Stellungsnahme ist nur so verstehbar, dass sich hier der Caritasverband als Lobbyist in eigener Sache betätigt, um als Träger von Krippen diese weiter auszubauen. Dass dann auch noch das Totschlag-Argument „alternativlos“ in diesem Zusammenhang genutzt wird, beweist den Mangel an Argumentationsfähigkeit.
    Kinder brauchen keine Krippen, sondern aktive Eltern, um durch diese in ein eigenständiges und selbstverantwortliches Leben geführt zu werden. Gut, dass die Botschaft des Katholikentages in Mannheim in eine andere Richtung ging, weil hier die elterliche Verantwortung für die Erziehung im Gegensatz zu einer Staats-Erziehung gefordert wurde. Dies wurde im Begrüßungsbeitrag vom Präsidenten des ZdK Glück und in der Eröffungs-Predigt von Erzbischof Zollitsch deutlich zum Ausdruck gebracht.
    So scheint es, dass sich dieser Caritasverband vom christlichen Menschenbild und der katholischen Soziallehre, welche von der Erstverantwortung des Individuums – d.h. hier: der Eltern – ausgeht und dem Staat eine unterstützende Funktion zuschreibt – wie dies in der Verfassung garantiert wird – eindeutig verabschied hat. Dr. Albert Wunsch, Neuss

  2. Anonymous sagt:

    Das Kostbarste sind unsere Kinder und für diese sollten wir in den ersten 2-3 Lebens- jahren da sein. Das was man in den Jahren versäumt seinen Kindern mitzugeben kann niemals wieder aufgeholt werden. Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Erziehung, Zuwendung. Es geht nicht um berufliche Chancen oder Selbstverwirklichung. Es geht in erster Linie um unsere Kinder und damit um unsere Zukunft. Von wirklichen Notsitua-tionen in der Familie, wo die Mutter arbeiten gehen m u s s , will ich nicht sprechen.

    Als Mutter von 6 Kindern mußte ich nach dem 5 Kind aufgrund einer wirklichen Notsituation im eigenen Haus beruflich tätig sein. Ich bereue es noch heute, dass ich auch für diese 2 Kinder in den ersten Lebensjahren nicht uneingeschränkt da sein konnte. Das perfekt geführte Haus – Ja, aber es fehlte die innere Aufmerksamkeit, die Sensibilität für ihre Bedürfnisse. Man kann sein persönl. Leben, Beruf und Haushalt, noch so gut organisieren und das perfekte Haus haben, aber hat man dabei noch die feinfühlige Mutterantenne, die Veränderungen, Nöte der Kinder wahrnimmt, Zeit zum Spielen und Toben nimmt oder ihnen gezielt Werte vermittelt.

    Kein beruflicher oder finanzieller Erfolg kann mit einem in den ersten Lebensjahren gesetzten guten Fundamnt einer liebevollen, fördernden und fordernden Kindererziehung -und Betreuung mit halten. Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb gehört den Eltern, die das zu Hause tun, auch die Anerkennung mit dem Betreuungsgeld. Ab 4. Lebensjahr sollte der Kindergarten Pflicht sein!

    m u s s ,

    Als Mutter von 6 Kindern mußte ich aus einer Notsituation heraus

  3. […] sehen Betreuungsgeld skeptisch Emotionen: 11* In Blogs gefunden: Württemberger Katholiken: Krippenausbau ist alternativlos In einer aktuellen Presseerklärung haben sich das Bistum RottenburgStuttgart und sein […]

  4. Anne Cheremukhin sagt:

    Sie heulen mit den Wölfen .
    Ich frage mich wohin die Menschen gehen… Sie schaufeln sich ihre Gräber selbst. Woher kommt dieser Geist der den Menschen nur noch aus der Perspektive der Wirtschaft sieht? Gottes Geist wird es nicht sein…Es ist ein Geist des Egoismus, der Gier und der Feigheit
    der in dieser Diskussion weht. Keine Krippe der Welt- und sei der Betreuungsschlüssel auch noch so gut- wird das Aufwachsen in der Familie ersetzen können. Häuser ohne stabiles Fundament werden einstürzen, Kinder ohne solches Fundament ebenso. Der gottlosen Gendererziehung wird somit ein hervorragender Boden bereitet.

Kommentar schreiben