Das Betreuungsgeld: Ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung!

Birgit Kelle, Sprecherin der Online-Kampagne „JA zum Betreuungsgeld“ und neu gewählte Stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Familienarbeit, äußert sich zum von Ministerin Schröder vorgestellten Entwurf des Betreuungsgeldgesetzes: „Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um Eltern echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, wie sie ihre Kinder erziehen wollen. Es ist gleichzeitig ein minimaler Ansatz zur Anerkennung der Leistung der Eltern, die sich gut und liebevoll um ihre Kinder kümmern und die bislang durch die einseitige Subventionierung nur von Krippenplätzen in der Förderung ausgeklammert wurden. 

Ich fordere die Parteien des Deutschen Bundestages auf, dem Gesetz zuzustimmen, um damit der grundgesetzlich geforderten Wahlfreiheit der Eltern etwas näher zu kommen. Ein Blick in andere europäische Länder zeigt, dass dort ähnliche Betreuungsgeld-Konzepte funktionieren und deutlich höhere Summen ausgezahlt werden. Die in Deutschland geplanten monatlich 100 Euro im ersten und 150 Euro im zweiten Jahr sind eine lächerlich kleine Summe und können nur als „Spatz in der Hand“ bezeichnet werden. Angesichts der extrem hohen Subventionen von im Schnitt 1.000 Euro pro Kind und Monat für einen Krippenplatz, ist gar nicht einzusehen, warum Eltern, die selbst betreuen oder alternative Konzepte zur Krippe suchen, nicht in gleicher Summe eine Förderung erhalten sollen. Hier ist noch Spielraum nach oben frei.

Wermutstropfen bei dem neuen Betreuungsgeld bleibt, dass Hartz IV-Empfänger nicht davon profitieren werden. Das leistet dem Vorurteil Vorschub, Eltern aus finanziell schwierigen Situationen, könnten sich nicht gut genug um ihre Kinder kümmern. Hier werden Eltern erster und zweiter Klasse geschaffen; das ist nicht hinnehmbar.“

Foto: Birgit Kelle (c) Kerstin Pukall

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