Familienbund der Katholiken: Zweifel an Krippen-Qualität

Der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken in Bayern, Dr. Johannes Schroeter, hat auf zahlreiche Ziele des Betreuungsausbaus hingewiesen, die nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben. „Der Ausbau der Krippenbetreuung erfolgt längst nicht nur wegen des Kindeswohls. Deshalb sind – gerade angesichts der absehbaren Personalengpässe beim Krippenpersonal – Zweifel an der Betreuungsqualität angebracht“, so Schroeter in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Bandbreite der genannten Ziele reicht von der Mehrung des Kindeswohls über neue Geschlechterrollen bis zur Sicherung der Rentenkasse und der Vermeidung demografiebedingter Lohnanstiege. 

Der Familienbund hat Ziele und Motive für den Krippenausbau zusammengestellt, die in der öffentlichen Diskussion genannt worden sind. Sie stammen unter anderem von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Sozialpolitikern, Gender-Expertinnen und Pädagogen. Mehrheitlich haben die Ziele für den Krippenausbau wenig mit dem Kindeswohl zu tun und erfordern nicht unmittelbar eine gute Betreuungsqualität.

Dr. Johannes Schroeter: „Die Eltern müssen wissen, dass die Gründe für den Krippenausbau sehr vielschichtig sind und oft nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben. Sie müssen wissen, dass sie nicht viele Verbündete haben, wenn es um die Betreuungsqualität geht. Deshalb ist es auch wichtig, dass die familiäre Bildung und Erziehung von Kleinkindern eine lebbare Alternative bleibt und entsprechend gefördert wird. Nichts gefährdet die Betreuungsqualität mehr als die Alternativlosigkeit.“

Weitere Informationen: Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter, Tel. 0171-5411761

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