Betreuungsgeld-Debatte: Sicht des Kindes fehlt

Dr. Hans-Joachim Maaz, Vorsitzender des Choriner Instituts für Tiefenpsychologie und psychosoziale Prävention e.V. (CIT), kritisiert in einer aktuellen Presseerklärung, daß in der seit Monaten andauernden Diskussion zum Betreuungsgeld kaum Fachleute für Kleinkinder und menschliche Entwicklung zu Wort kommen würden. Über die Betroffenen, also die Kinder, werde kaum gesprochen.  

Maaz verweist auf zahlreiche Studien aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen wie Säuglingsforschung, Entwicklungspsychologie, Psychotherapie,  Neurophysiologie u.a., die zweifelsfrei nachgewiesen hätten, „wie wichtig für Kinder in den ersten drei Lebensjahren die Begleitung idealerweise durch die Mutter oder zumindest eine verlässliche, konstante Bezugsperson ist.“ Die Folgen fehlender Mütterlichkeit seien in den Praxen, Kliniken und Beratungsräumen deutlich zu spüren. Daher verdienten Mütter, die sich ihre Kinder daheim betreuen, „Wertschätzung und Anerkennung“. Der Begriff „Herdprämie“ sei „Ausdruck einer kinderfeindlichen Tendenz in unserer Gesellschaft“.

Jede Familie solle selbst entscheiden können, wie und durch wen ihre Kinder betreut werden, fordert Maaz im Namen von 38 ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen. Die Diskussion um die richtige Betreuung der Kinder müßte in erster Linie aus der Perspektive der Kinder geführt werden.

Zur Presseerklärung des CIT.

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