Ex-Familienministerinnen finden Betreuungsgeld „beschämend“

In einem gemeinsamen Beitrag in der „Zeit“ fordern Rita Süssmuth und Ursula Lehr (beide CDU) sowie Christine Bergmann und Renate Schmidt (SPD) die Regierung auf, auf die geplante Einführung des Betreuungsgeldes zu verzichten. Die vier ehemaligen Familienministerinnen halten das Betreuungsgeld für „strukturell unwirksam, beschämend und diskriminierend für die Frauen“. Es sei „nicht mehr als ein monatliches Taschengeld“. Vor allem Müttern mit geringem Bildungsgrad würde das Betreuungsgeld als Anreiz dienen, ihre Kinder nicht in einer Krippe anzumelden. 

„Gerade vor dem Hintergrund des absehbar unzureichenden Ausbaus der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren wäre es sinnvoller, die für das Betreuungsgeld eingeplanten Mittel in diesen Bereich zu investieren“.

Quelle: Zeit

Bilder: bmfsfj.de

Kommentare

  1. Mutterliebe sei vom Bildungsgrad abhängig, so die Botschaft unserer Frauenelite – diskriminierend und beschämend! Lange genug habe ich „einfache“ Eltern begleitet, um dieses Vorurteil zu widerlegen. Manch eine hochgebildete Beamtin oder Geschäftsfrau könnte sich ein Stück abschneiden von der Wärme und Hingabe solcher Mütter. Ich erkenne in solchen Äußerungen zugunsten einer außerhäuslichen Kinderbetreuung unserer Kleinsten eine gezielte Kampagne zum Wohle wirtschaftlicher Interessen. Dafür darf dann das Ansehen weniger gebildeter Eltern beschmutzt werden. Wie war das nochmal mit Art. 1 des GG. wonach alle Bürger gleichwertig zu sein haben? Unsere Promi-Damen haben ihr Grundgesetz vorsichtshalber geschreddert!

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