Familienfeinde formieren sich gegen Betreuungsgeld

Zu einem großen Rundumschlag gegen das geplante Betreuungsgeld holen derzeit 27 Wissenschaftler in einem gemeinsamen Appell in der „Zeit“ aus. Das Betreuungsgeld „desavouiert die erst vor wenigen Jahren eingeleitete moderne Familienpolitik“ und bedeute einen großen „Rückschritt“. Es würde besonders Frauen mit geringem Einkommen davon abhalten, „nach der Geburt von Kindern in den Arbeitsmarkt zurückzukehren“.

Dies sei aber für deren „kontinuierliche Erwerbsbiografie besonders wichtig“, was wiederum negative Auswirkungen auf die Alterssicherung der Frauen habe.

Daß man die Kindererziehung bei der Rente auch stärker als bisher anerkennen könnte, scheint den Wissenschaftlern indes nicht eingefallen zu sein. Stattdessen warnen sie überdies noch davor, daß den Kinder dieser Frauen mit dem Betreuungsgeld wichtige pädagogische Anreize vorenthalten würden. Ganz so als gäbe es in Familien mit wenig Einkommen keine Bildung.

Zu den Unterzeichnern des Appells gehören u.a. Bildungssoziologin Jutta Allmendinger, Familien- und Bildungsökonomin Katharina Spieß, Wirtschaftsforscher Michael Hüther und mehrere Forscher des wissenschaftlichen Beirats des Bundesfamilienministerium und Sachverständigenkommission des 7. Familienberichts.

Quelle: Zeit

Foto: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com  / pixelio.de

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