Wertschätzung von elterlicher Erziehung gefordert

Der Familienbund der Katholiken in Bayern fordert die umgehende Einführung des Betreuungsgeldes. Es brauche „dringend ein Signal der  Wertschätzung von Eltern und elterlicher Erziehung“, so der Landesvorsitzende Prof. Dr. Johannes Schroeter in einer aktuellen Pressemitteilung: „Das hinhaltende Taktieren gegen das Betreuungsgeld ist eine Brüskierung der Familien.“ Derzeit werde innerfamiliäre Erziehung gegenüber außerhäuslicher Erziehung massiv benachteiligt. Kindererziehung daheim sei zum größten Armutsrisiko geworden. 

Seit der Abschaffung des Erziehungsgeldes gebe es auf Bundesebene keine Honorierung familiärer Erziehung mehr, kritisiert Schroeter und erklärt zu den Einwänden der Kritiker, Erziehung daheim würde z.B. durch die Mitversicherung der Kinder in der Krankenkasse der Eltern und das Kindergeld ausreichend gewürdigt:

„• das Kindergeld ist zu überwiegenden Teilen die Rückerstattung der verbotenen Besteuerung der elterlichen Unterhaltsleistungen für ihre Kinder;

• die „beitragsfreie“ Mitversicherung von Eltern in der Krankenversicherung existiert nicht. Alle Eltern leisten nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts einen „generativen Beitrag“: Ihre Kindererziehung stellt die Beitragszahler von morgen auf die Beine;

• das Elterngeld ist deklariert als „Lohnersatzleistung“; es richtet sich deshalb nicht nach der Erziehungsleistung, sondern wird gestaffelt nach dem vorherigen Erwerbseinkommen am wenigsten Elterngeld bekommen Eltern, die wegen der Erziehung vieler Kinder gar kein Erwerbseinkommen erzielen.“

Foto: Monika Torloxten/pixelio.de

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