Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP): Ohne Unions-Kompromiß wäre Betreuungsgeld verabschiedet

Der ehemalige FDP-Fraktionschef Dr. Wolfgang Gerhardt antwortet auf eine besorgte Bürgeranfrage zur Verweigerungshaltung der FDP beim Betreuungsgeld, die FDP wolle das Betreuungsgeld nicht verhindern. Man werde sich an die Koalitionsvereinbarungen halten. Sehr kritisch sehe man allerdings den neuerlichen Kompromiß der Union zum Betreuungsgeld. Hätte sich die Union „an die Vereinbarung im Wortlaut“ gehalten, so Gerhardt, „dann wäre der ganze Sachverhalt schon längst verabschiedet.“ 

Darüber hinaus zeigte sich Gerhardt in seiner Antwort allerdings auch sehr skeptisch gegenüber dem Betreuungsgeld, „weil wir viele familiäre Lagen kennen, bei denen es besser wäre, wenn Kinder in den Kindergarten geschickt würden“. Auch bei ihm scheint bislang noch nicht durchgedrungen zu sein, daß es sich beim Betreuungsgeld um eine Leistung für 1- und 2jährige Kinder und nicht, wie von ihm behauptet, um eine Leistung für Kindergartenkinder (ab 3 Jahren) handelt. Zudem wäre es in diesem Zusammenhang sehr interessant zu erfahren, welche familiären Lagen das im Einzelnen sind, in denen eine Fremdbetreuung besser ist als die Betreuung daheim und welche Hilfsangebote diesen Familien bereits unterbreitet worden sind.

Lesen Sie hier die Antwort von Dr. Wolfgang Gerhardt

Foto: Wolfgang-Gerhardt.de

Kommentare

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