Kabinett stärkt Väterrechte

Wird die Stellung leiblicher Väter gegenüber ihren Kindern jetzt verbessert? Das Kabinett hat einen Entwurf verabschiedet, demzufolge ihre Chancen steigen, sie zu sehen; der Mutter soll ihre fast unbeschränkte Machtfülle gegenüber dem Kindsvater genommen werden. Entscheidend soll nun das »Kindeswohl« sein und ob der Vater Verantwortung übernehmen kann. 

Bisher war die Rechtsstellung von leiblichen Vätern gegenüber ihren von ihnen getrennt bei der Mutter lebenden Kindern denkbar schlecht. Das deutsche Recht kennt keinen Unterschied zwischen leiblichen und sozialen Verwandtschaftsverhältnissen. Erst ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat die nun auf den Weg gebrachte Änderung erzwungen.

FreieWelt.net

Foto: Dirk Schelpe/pixelio.de

Kommentare

  1. Jan Probst sagt:

    Väterrechte weiter stärken – gewiss notwendig! Und den zentralsten Punkt schwacher Väterrechte hat der Gesetzgeber noch gar nicht aufgegriffen: Das Recht, wie häufig ein getrennt lebender Familienvater seine Kinder sehen darf (Umgangsrecht), ist gesetzlich nicht geregelt. Die Rechtsprechung sagt in der Regel: 14-tägig. Viel zu wenig für eine starke Vater-Kind-Bindung, gerade bei kleinen Kindern. Viel zu wenig, für Kinder, die ihren Vater lieben und umgekehrt. Und, da nur Richterrecht, – mit viel Rechtsunsicherheit behaftet. Väter an dieser Stelle – unterprivilegiert!

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