Familienministerin Schröder fordert Wahlfreiheit für Männer

Auf der Internationalen Konferenz zur Männerpolitik in Berlin fordert Familienministerin Kristina Schröder, die Weichen in der Gleichstellungspolitik neu zu stellen. Alte Schubladen und Wahrnehmungsmuster würden den Weg in eine „geschlechtergerechte Gesellschaft“ nur unnötig erschweren. Derselbe Fehler wie bei den Frauen dürfe bei den Männern nicht begangen werden. Privilegien lägen nicht grundsätzlich bei Männern und Benachteiligungen nicht grundsätzlich bei Frauen.

Die Förderung von Frauen sei nicht über die Benachteiligung von Männern zu erreichen. Ihr gehe es nicht darum, das klassische Leitbild des Familienernährers durch ein neues zu ersetzen. Sie wolle lediglich mehr Wahlfreiheit. Das Ergebnis der Wahlfreiheit lieferte die Ministerin aber auch gleich mit: die Hälfte aller Führungspositionen, so Schröder, werde in Zukunft von Frauen besetzt, jeder zweite Maschinenbauer sei eine Frau und die Haus- und Familienarbeit werde von Männern und Frauen zu gleichen Teilen erledigt.

Quelle: Die Welt

Foto: Dr. Kristina Schröder, Bildnachweis: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / L. Chaperon

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