Unterricht zu Hause fördert Kreativität und Fortschritt

Im Gespräch mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) unterstrich der deutsche Erziehungswissenschaftler Volker Ladenthin das Recht von Kindern auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Kinder gehörten nicht dem Staat. Sie dürften nur dann von den Eltern getrennt werden, wenn eine Verwahrlosung drohe. Zu einem freiheitlich-modernen Staatsverständnis passe es nicht, wenn Familien ins Exil gehen müßten, um ihre Kinder selbst zu unterrichten. Der Staat könne Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen. Die Pisa-Studie hätte zudem bestätigt, dass Schulsysteme gar nicht alle Menschen erfolgreich qualifizieren könnten. Das Homeschooling sei eine Ergänzung für das Schulsystem.Die pädagogischen Vorteile des Homeschooling lägen in der großen Individualisierung und Differenzierung. Schulsysteme könnten sich qua Definition nicht dem Einzelnen zuwenden, für den es aber auch Bildungsmöglichkeiten geben müsse. Bildungsfreiheit, so Ladenthin, fördere Kreativität, Wachstum und Fortschritt. Wohin ein zentralisierter, standardisierter Staat mit einem zentralisierten und standardisierten Schulsystem führen könne, zeige auch die neuere deutsche Geschichte: in die Selbstauslöschung.

Quelle: NZZ

Foto: Volker Ladenthin (Quelle: Wikipedia, Benutzer: Tohma, Benutzung unter Creative Commons 3.0)

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