Familienarbeit e. V. unterstützt Rentenanpassung für Mütter

Der Vorstand des Verbandes Familienarbeit e.V. begrüßt Betrebungen in der Unionsfraktion, Müttern drei Erziehungsjahre bei der Rente auch dann anzurechnen, wenn ihre Kinder vor 1992 geboren sind. Das sei ein „Schritt in die richtige Richtung“. Bislang werde nur ein Jahr der Erziehungsleistung anerkannt. Die Vorsitzende Gertrud Martin: „Das sollte jedoch für alle Mütter gelten, nicht nur für die, die neu in Rente gehen.“ Obwohl Altersarmut heute weit geringer sei als Familienarmut, wären gerade mehrfache Mütter von Altersarmut betroffen.

Dr. Johannes Resch, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, fordert ein Rentensystem, das es jungen Leuten ermögliche, sich ohne größeres Verarmungsrisiko für Kinder zu entscheiden. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Anrechnung von drei Erziehungsjahren schon Gerechtigkeit herstelle. Seit der Rentenreform 1957 würden die Eltern im Alter von den eigenen Kindern weniger profitieren als Kinderlose. Damit sei der zuvor geltende Generationenvertrag innernhalb der Familie auf den Kopf gestellt.

Resch wandte sich gegen Äußerungen aus den Reihen der Union gegen das Betreuungsgeld: „Wer versucht, durch Anerkennung von Erziehungsjahren bei der Rente das geplante ohnehin zu geringe Betreuungsgel zu verhindern, spielt ältere gegen jüngere Eltern aus“. Das schade letztlich allen Eltern.

Quelle: Familienarbeit e.V.

Foto: Gertrud Martin, privat

Kommentare

  1. Gerstlberger Ilse sagt:

    Danke für Ihr Engagement! In der Politik werden Mütter, die sich für Kindererziehung entscheiden, ständig diskriminiert. Wie sollen wir uns dagegen wehren?
    Viele Grüße und eine weiterhin gute Arbeit
    Ilse Gerstlberger

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