Die Familie darf der Wirtschaft nicht untergeordnet werden

Der CDU-Politiker Norbert Blüm widerspricht der Forderung nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In der Zeit schreibt er, die moderne Familie habe nur entstehen können, weil sich die private und die ökonomische Sphäre getrennt hätten. Die Familienpolitik habe darauf abgezielt die Initimität von Eltern und Kindern zu schützen. Kindergeld und Freibeträge sollten nicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern im Gegenteil die Unabhängigkeit der Familie gegenüber der Wirtschaft stärken.

Wer der totalen Verwirtschaftung des Lebens entgehen wolle, so Blüm, der müsse die Eigenständigkeit der Familie verteidigen. Die Programme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf drohten „die Familie sanft, aber bestimmt unter die Knute der Erwerbsarbeit zu stellen“. Das Kind solle als Störfaktor möglichst früh der staatlichen Erziehungsarbeit übergeben werden. Die Arbeit von Müttern werde erst dann anerkannt, wenn sie fremden Kindern gelte, wie das System „Tagesmutter“ zeigt.

Quelle: Zeit-Online

Foto: Norber Blüm, Bundesarchiv, B 145 Bild-F073616-0021 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA

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