Kabinett verabschiedet PID-Verordnung

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) verabschiedet. Sie muss noch von den Ländern bewilligt werden, weil sie das vom Bundestag 2011 verabschiedete Gesetz anwenden. Aus den Ländern wurde der Vorwurf laut, die Verordnung aus dem Gesundheitsministerium gehe über die vom Bundestag verabschiedeten Regelungen hinaus. 

Bei der PID wird ein Kind außerhalb des Mutterleibes gezeugt und auf Gendefekte untersucht. Sofern es Anhaltspunkte dafür gibt, dass es tot oder schwer krank geboren wird, wird der Embryo gegebenenfalls vernichtet.

Kritiker halten PID für eine nicht legitime Möglichkeit zur Selektion von mutmaßlich kranken Kindern.

FreieWelt.net

Kommentare

  1. Markus Michael WOLF sagt:

    Die Aversion gegen die PID beruht auf der realitätsblinden Annahme, ein Embryo sei ab der Zeugung ein „Mensch“. –
    Das ist genauso lächerlich, als würde man sagen, sobald ein Medizinstudent am ersten Tag des Studiums den medizinischen Hörsaal betritt sei er bereits „Arzt“.

    Ich finde es „vollkommen, extrem richtig“, richtiger gehts nimmer, dass Embryonen, die krank oder behindert sind, nicht zu einem Menschen ausgetragen werden.

    Ich verweise auf das Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA vom 22.01.1973, Rechtsstreit Roe vs. Wade, wonach das Leben ab der GEBURT beginnt, Frauen bis zur extrauterinen Überlebensfähigkeit des Schwangerschaftsgewebes abtreiben dürfen und der Embryo keine Person im Sinne des 14. Zusatzartikels der US-Verfassung ist.
    „Normalerweise“ hätte das deutsche Bundesverfassungsgericht sinngehaltlich genauso entscheiden müssen.
    Aber unter den RichterInnen des sog. „Bundesverfassungsgerichtes“ sind einige, die der Anti-Abtreibungslobby angehören, so dass es nicht überrascht, dass die Abtreibungsthematik völlig am Grundgesetz vorbei ausgeurteilt wurde.

    Die PID ist auch keine „Diskriminierung“ Behinderter, das ist lächerlich, weil der nicht extrauterin überlebensfähige Embryo kein „Mensch“ ist.
    Natürlich müssen GEBORENE Menschen, die behindert sind, „inkludiert“ und gefördert werden, was das Zeug hält, ABER wenn es eine Möglichkeit gibt, die Entstehung einer Krankheit/Behinderung zu verhindern, dann sollte sie genutzt werden.
    Wenn
    kranke/behinderte Embryonen nicht in die Gebärmutter eingesetzt werden, dann ist das ähnlich einer Impfung.
    Sowohl bei der Impfung als auch bei der PID wird die Entstehung von Krankheit VERHINDERT.

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