Arbeitgeber wollen Elternzeit drastisch kürzen

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) fordert die Absenkung der Elternzeit von 36 auf 12 Monate. Die lange Elternzeit erschwere die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt. Auch die Möglichkeit, den Bezugszeitraum des Elterngeldes durch  Halbierung der Leistung zu verdoppeln, solle gestrichen werden. Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes erwerbslos waren, haben nach Sicht der Arbeitgeber keinen Anspruch auf Elterngeld.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) wiesen die Forderung mit Nachdruck zurück. Laut Tagesspiegel erklärte Schröder, wie „Eltern in Deutschland die Betreuung ihrer Kinder in den ersten drei Jahren organisieren, ist zum Glück noch Sache der Familien und nicht des BDA. Und das wird auch so bleiben. Familien haben eigene Bedürfnisse und sind nicht ökonomische Verfügungsmasse.“ Eine Einschränkung von Elterngeld und Elternzeit werde es mit ihr nicht geben.

Ihre bayrische Amtskollegin Haderthauer warf Arbeitgeberpräsident Hundt vor, mit seinem Verhalten die deutsche Wirtschaft zu schädigen. Seine Kinder- und familienfeindlichen Äußerungen richteten einen enormen Imageschaden für die deutsche Arbeitswelt an und behinderten die zahlreichen Bemühungen der Arbeitgeber für eine familienfreundliche Arbeitswelt. Ehrlicher wäre es, wenn er empfehlen würde, aufs Kinder bekommen zu verzichten.

Quelle: Stellungsnahme des BDA, Tagesspiegel

Bild: Mutter mit Kind (c) Souza / pixelio.de

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