Immer mehr Schikanen von Behörden gegenüber Privatschulen

Über Behinderungen durch die zuständigen Behörden hat sich der Präsident des Verbandes deutscher Privatschulverbände (VDP), Michael Büchler, beklagt. Weil die Schülerzahlen zurückgingen, setzten sie alles daran, mit neuen Vorschriften, hohen Gebühren und reduzierten Zuschüssen die Neugründung von Schulen in privater Trägerschaft zu verhindern – das sei »Schikane«. 

Damit handelten die Behörden allerdings rechtswidrig, weil die Schulvielfalt – also das Nebeneinander von staatlichen Schulen auf der einen und privaten Ergänzungs- und Ersatzschulen auf der anderen Seite – gesetzlich verankert sei. Büchler: »Es geht nicht darum, ob es vielleicht schon genug Schulen in einer Region gibt, sondern darum, was die Eltern für ihre Kinder wollen.«

Schulen in privater Trägerschaft genießen seit den neunziger Jahren großes Ansehen unter den Eltern; ihre Zahl wächst kontinuierlich. Ein Indiz für sich verschärfende soziale Gegensätze ist dieser Trend nicht, da das »Sonderungsverbot« hohe Gebühren verhindert. Vielmehr kann diese Entwicklung als Misstrauensvotum gegenüber dem staatlichen Schulwesen interpretiert werden.

FreieWelt.net

Foto: Thommy Weiss/pixelio.de

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