Steinbach verteidigt Betreuungsgeld: Kampf einer Minderheit gegen die Familie

Erika Steinbach (CDU) hat in einem Interview mit der FAZ ihrem Parteifreund Ole von Beust Kontra gegeben. Sie verteidigte das Institut der Ehe und warf dem Hamburger »Verrat an der eigenen Schulpolitik« vor. Anstatt von Dreggers Reformen in Hessen zu lernen, habe die CDU in Hamburg die Macht wieder verloren, weil sie sich auf einen Linkskurs mit den Grünen eingelassen habe. 

Steinbach wandte sich auch gegen die Diffamierung von Müttern, die ihre Kinder lieber zu Hause erziehen wollen als sie in einer Krippe abzugeben. Vor allem im Vergleich zu den Kosten eines Krippenplatzes (1.0000 Euro) sei das Betreuungsgeld (100 bzw. 150 Euro) wenig, bedeute aber viel: »Mehr als eine Geste ist das ja nicht. Uns war es aber wichtig, deutlich zu machen: Es ist das gute Recht einer Mutter zu entscheiden, ich will mein Kind selbst betreuen.«

Das Argument, Kinder müssten so früh wie möglich aus desolaten Familien herausgeholt werden, damit sie in ihrer Entwicklung gefördert werden können, hält sie für vorgeschoben. Es gehe den Kritikern des Betreuungsgeldes nicht um die Entwicklung benachteiligter Kinder, sondern um den Kampf einer Minderheit gegen die Familie.

Steinbach: »Das Argument bezieht sich ja auf einen kleinen Teil der Leute und zumeist auf muslimische Familien. Man sollte aber eine Gruppe, die immer noch eine Minderheit ist, nicht zum Maßstab für die Mehrheit machen. Ich glaube im Übrigen auch, dass eine muslimische Mutter ihre Kinder vom ersten bis zum dritten Lebensjahr liebevoll erziehen kann. Die gesamte Debatte ist doch absurd. Sie soll nur eines bewirken: Familie zu stigmatisieren.«

FreieWelt.net

Foto: dontworry/wikipedia.de (Lizenz: CC BY-SA 2.5)

Kommentare

  1. Ja, Frau Steinbach, da haben Sie völlig recht. Denn mit rationalen Argumenten lässt sich die Ablehnung des Mini-Betreuungsgeldes gegenüber der üppigen Krippenbezuschussung nicht erklären. Wie im kommunistischen Manifest belegt muss zuerst die bürgerliche Familie zerstört sein, bevor sozialistische Ideologie greifen kann. Die Mauer ist zwar gefallen, der Kapitalismus aber hat sich aus Gewinnfixierung marxistische Maximen zu eigen gemacht. dabei ist die Familie der Verlierer.

    Ich frage mich nur, warum ist uns das so völlig schnuppe?

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