FDP-Ministerin will organisierte Sterbehilfe in Deutschland

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält daran fest, nur die auf Gewinn zielende Sterbehilfe zu verbieten, jede andere Form der Sterbehilfe aber zu erlauben. Das sei, so die Justizministerin, im Koalitionsvertrag verabredet worden. Im Wortlaut heißt es dort: “ Die gewerbsmäßige Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung werden wir unter Strafe stellen.“ Warum andere Formen der Vermittlung  zugleich erlaubt werden sollten, geht nicht aus dem  Koalitionsvertrag hervor.

Auf ihrem Parteitag hatte die CDU in der vergangenen Woche beschlossen, „die unentgeltliche, aber geschäftsmäßig erbrachte Hilfeleistung zur Selbsttötung“ unter Strafe zu stellen. Die Justizministerin hingegen wolle die ehrenamtlichen „Helfer“ in einer „extrem schwierigen Lebenssituation“ nicht kriminalisieren. Kritiker befürchten, dass durch die neue Regelung nicht nur Alte, Kranke und Schwache selbst, sondern vor allem auch deren Angehörige unter Druck gesetzt werden, sich  pflegebedürftiger Familienmitglieder, durch deren Tötung zu entledigen.

Quelle: Die Welt

Foto: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, Quelle: www.leutheusser-schnarrenberger.de

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