Kristina Schröder: Märchen „oft sexistisch“

Familienministerin Kristina Schröder legt bei der Erziehung ihrer kleinen Tochter offensichtlich großen Wert auf politisch korrekte Sprache und Geschichten. Grimms Märchen seien ihrer Ansicht nach „oft sexistisch“. Zudem gebe es „selten eine positive Frauenfigur“. Deshalb achte sie beim Vorlesen auf Geschichten mit „anderen Rollenbildern“. Den „Negerkönig“ in Pipi Langstrumpf und Jim Knopf als „Negerbaby“ übersetze sie kurzerhand „synchron …, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen.“ 

Man müsse auch nicht „den lieben Gott“ anbeten, so Schröder. „Man könnte auch sagen: Das liebe Gott.“ Und neben die „biblische Geschichte“ von der Entstehung der Welt, wolle sie „zügig die Evolutionsgeschichte“ stellen. Ehrlichkeit sei der Ministerin sehr wichtig in der Erziehung. Deshalb wolle sie ihrer Tochter „sofort offen“ sagen, „das mit dem Weihnachtsmann ist eine schöne Geschichte“, wenn diese erste Zweifel hege.

Quelle: Zeit

Foto: (Kristina Schröder) BMFSFJ / L. Chaperon

Kommentare

  1. Die glänzenden Erfolge der staatlichen Erziehung des deutschen Volkes

    Das deutsche Volk, so wie es heute dasteht, ist in der Staatskirche, Staatsschule, Staatsuniversität – lauter Vorschulen der Kaserne – dressiert worden. Alles, was wir heute an diesem deutschen Volk bewundern können, muss als ein Erzeugnis der staatlichen Erziehungskunst angesehen werden. Und zu bewundern finden wir gar Vieles. Die Unterwürfigkeit gegenüber den Vorgesetzten, das entsprechend barsche Benehmen gegenüber den Untergebenen, der Kadavergehorsam, die Disziplin, der Korpsgeist, der Parteigeist, die Standesehe, die erstaunliche Einseitigkeit und Phantasielosigkeit (Produkt der einheitlichen Schule), die Lasterhaftigkeit, die aus der Phantasielosigkeit erwächst, die erschreckende Bedürfnislosigkeit in wissenschaftlicher Beziehung, der hierzu gehörende Autoritätsglaube, der Mangel an Individualität, die Heuchelei, die ungeheure Feigheit des Individuums, über die schon Bismarck klagte…
    Unausrottbarer Autoritätsglaube. Noch heute erwartet das Volk alles Heil von der „Regierung“. Es lehnt es glatt ab, durch Studium der öffentlichen Angelegenheiten eine Kontrolle über die öffentlichen Angelegenheiten auszuüben.

    Silvio Gesell, 1926

    Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Dummheit des deutschen Volkes noch einmal auf ein bis dahin unvorstellbares Maß gesteigert. Und heute? Es hat sich nichts geändert!

    Staatliche Erziehung

Kommentar schreiben