Meisner kritisiert Sterbehilfegesetzentwurf

Den Entwurf von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zum Sterbehilfegesetz ist vom Kölner Kardinal Joachim Meisner scharf kritisiert worden. Er verortete ihren Vorschlag als Teil eines allgemeinen Trend, den Schutz des menschlichen Lebens zu vernachlässigen und zu schwächen. Dabei verkehrten sich die bislang gültigen Werte – »bis hin zu der Bereitschaft, den Leidenden abzuschaffen statt des Leids«. 

Meisner verwies darauf, dass der nachlassende Lebensschutz auf einer falschen Vorstellung vom Suizid beruhe. Der könne nämlich nicht als Ausdruck des freien Willens verstanden werden. Er sagte: »Es wäre ein ausgesprochen fataler Irrtum zu meinen, irgendein Mensch wolle tatsächlich gerne sterben.« Stattdessen plädierte Meisner für Mitmenschlichkeit auch in den letzten Stunden: »Ein Mensch soll an der Hand eines Menschen sterben – nicht durch dessen Hand.«

 

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