Gabriel stellt Betreuungsgeld in Frage

Der knappe Stimmenzuwachs der SPD bei den Wahlen in Niedersachsen und der wahrscheinliche Einzug in eine Regierungskoalition mit dem eigentlichen Wahlsieger, den Grünen, gibt Parteichef Gabriel die Gelegenheit, sich als der zu präsentieren, der er ist: ein nimmermüder Ideologe. Eine seiner ersten Ankündigungen war: Das Betreuungsgeld soll wieder abgeschafft werden. 

Er wolle mit der neu gewonnenen Stimmenmehrheit im Bundesrat »alles unternehmen, um dieses irrsinnige Betreuungsgeld zu verhindern«, sagte Gabriel selbst im ZDF.

Stattdessen wolle er zwei Milliarden Euro da ausgeben, »wo wir den größten Bedarf haben: beim Ausbau der Kindertagesstätten und Ganztagsschulen«. Dass das Betreuungsgeld von sämtlichen Gremien behandelt und beschlossen worden ist, interessierte den jungen Vater einer Tochter wenig. »Nichts ist in der Politik endgültig abgeschlossen«, sagte er. Und um die Lufthoheit über die Kinderbetten zu erlangen – die die SPD nach einem Wort Olaf Scholzens ja anstrebt –, muss man die Kinder eben aus ihren Betten und aus den Familien zerren und in einer staatlichen Einrichtung »betreuen«.

 

FreieWelt.net

Foto: Arne Müseler/wikipedia.de (Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Kommentare

  1. Gassenreh, Jakob sagt:

    Es wäre bedauerlich, wenn die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld durch Rot-Grün wieder abgeschafft werden würde. Denn so toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

  2. Michael Bloch sagt:

    Herr Gabriel und die SPD wollen nicht nur das Betreuungsgeld abschaffen, sondern auch das Ehegattenplitting sowie die verfassungsgemäß zustehenden Kinderfreibeträge kürzen.
    Sie wollen damit die Erziehung von Kindern in den Familien unmöglich machen und jedes Kind von klein an in staatliche Verwahranstalten, politisch korrekt „Bildungseinrichtung“ genannt, zwingen.
    Damit tritt die SPD das Grundgesetz mit Füßen, denn laut Artikel 6 GG ist Kindererziehung Pflicht der Eltern und nicht des Staates.
    Vielleicht sollte man einen Verbotsverfahren gegen die SPD wegen Verfassungsfeindlichkeit einleiten?

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