Armin Laschet (CDU) für Förderung der Ehe

Der Chef der NRW-CDU Armin Laschet hat sich für die weitere Privilegierung der Ehe ausgesprochen. Er rückte im Interview mit der Welt vor allem das Wohl des Kindes in den Vordergrund und sprach sich für einen »Kind-Faktor« beim Ehegattensplitting aus. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften müsse gleichwohl umgesetzt werden. 

Laschet sagte: »Wir müssen für das 21. Jahrhundert definieren, warum der Staat eine Institution wie die Ehe fördert. Die bisherigen Begründungen für das Ehegattensplitting von 1958 reichen nicht.«

Die Ehe zu fördern, sieht Laschet als einen wichtigen Baustein in der Programmatik von CDU und CSU an. Er sagte: »Alles gleichzustellen ist sicher noch nie ein Markenzeichen der Union gewesen. Differenzierte Lebenssituationen auch differenziert zu behandeln, ist eine unserer Stärken. Die Grundauffassung zur Ehe wird weit über die Partei hinaus in der Bevölkerung geteilt. Viele Millionen Menschen leben Ehen mit Kindern und wissen, dass man mehr Förderung braucht als in anderen Lebensformen.« Und an die Adresse seiner eigenen Partei gerichtet, meinte er: »Ich würde der Union dringend empfehlen, ihre Haltung nicht aufzugeben und ihr Profil nicht zu verwässern.«

Im Steuerrecht sieht Laschet eine Möglichkeit, bestimmte Modelle zu fördern, wenn die dem Interesse von Staat und Gesellschaft dient. »Nicht Gleichstellung darf das Prinzip sein. Wer alles fördert, der fördert am Ende gar nichts mehr. Steuerrecht und staatlicher Einfluss sind dann wirkungsvoll, wenn man Schwerpunkte setzt und diese müssen sein: Kinder, Ehe, Familie. Nur so wird die Generationenfolge gesichert, die das soziale Zusammenleben auch in Zukunft ermöglicht.«

 

FreieWelt.net

Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de

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