Homo-Ehe-Streit: Laumann plädiert für Gelassenheit

In den Debatten um die zukünftige Ausrichtung der CDU – aktueller Fall: die Homo-Ehe – hat der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels CDA Karl-Josef Laumann in einem Interview mit der Welt für mehr Gelassenheit plädiert. »Wir sollten solche Debatten nicht überbewerten«, sagte er. Die Welt sei komplizierter als in den siebziger Jahren, als einfache Parolen noch angemessen gewesen seien. 

Heute habe sich die Lage geändert, die Welt sei komplizierter geworden. Darauf müsse sich auch eine Volkspartei wie die CDU einstellen. »Die CDU spiegelt alle Bereiche der Gesellschaft wider«, sagte Laumann. »So wie sich gesellschaftliches Leben weiterentwickelt und ein Stück weit säkularisiert hat, wirkt sich das auch auf unsere Partei aus. Das ist ein normaler Vorgang. Die CDU ist keine Sekte, sie darf sich nicht zu weit von der Bevölkerung entfernen. Eine Volkspartei muss im Volk verankert sein.«

Gleichwohl bekundete Laumann seine Sympathie für die klassische Ehe, einem Modell für 30 Millionen verheiratete Menschen in Deutschland, und wies darauf hin, »dass die Ehe zwischen Mann und Frau eine ganz besondere Form des menschlichen Zusammenlebens ist. Eine christliche Partei muss überlegen, wie wir diese besondere Stellung der Ehe moralisch und auch gesetzlich erhalten können.« Dagegen existierten gerade einmal 20.000 eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Deshalb sei er »davon überzeugt, dass die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist. Wir werden nie eine starke Gesellschaft haben, wenn wir nicht viele Familien haben. Ein Grund, weshalb ich Christlich-Sozialer geworden bin.«

 

FreieWelt.net

Foto: Karl-Josef Laumann (Quelle: Volker Zierhut, CDU-Fraktion NRW)

Kommentare

  1. behrendt sagt:

    endlich können schwule und lespen in den standesämtern heiraten. und schon kommt bei der neuen koalition neuer streit auf.
    auch die homoehe sollte gleich gestellt sein wie die normale. das sind wir denen schuldig sie mussten sehr lange im verborgenen herum tümpeln.
    endlich können und dürfen sie ihre neigung zum gleichen geschlecht öffentlich zeigen. es wurde langsam zeit. nein wir wollen keine rückschritt mehr. wir wollen nach vorne schauen.
    und da sollten auch diejenigen tollerieren die gege diese ehen sind.

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