Eltern sagen Ja zu Ehegattensplitting

Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge lehnen Eltern die moderne, rot-grün geprägte Familienpolitik ab. Stattdessen sprechen sie sich zu 81 Prozent für die Erhaltung des Ehegattensplittings aus und zu 91 für die beitragsfreie Krankenmitversicherung. Das Elterngeld lehnen sie zwar nicht ab, erachten es aber auch nicht als besonders wichtig. 

Für die Süddeutsche Zeitung, die über die Ergebnisse der Studie berichtet, bricht erkennbar eine Welt zusammen: Familien wollen nicht das, was Redakteure wollen. Erstaunt stellt SZ-Autorin Barbara Galaktionow fest: »Die vor allem von den Familienministerinnen Renate Schmidt (SPD) und Ursula von der Leyen (CDU) vollzogene Abkehr von einem traditionellen Familienbild seit der Jahrtausendwende scheint sich im Bewusstsein der Eltern nicht widerzuspiegeln.« Und dann muss sie auch noch eingestehen: »Die Studie zeigt vielmehr, dass weite Teile der Bevölkerung offensichtlich der Ansicht sind, vor allem kleine Kinder seien in der Obhut der Mutter am besten aufgehoben.«

Auf diesen Erkenntnisgewinn reagiert Johannes Schroeter, Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken in Bayern, mit mildem Spott. Er weist auf die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Wirklichkeit durch Journalisten und der Lebenswelt von Familien hin, die in diesem Artikel offenbar wird. Seine Schlussfolgerung: »Und vielleicht muss die Presse lernen, dass ihre familiäre Leserschaft andere familienpolitische Präferenzen setzt als die Redaktionsstuben. Bei jährlichen Abonnements-Rückgängen von 5% wäre eine stärkere Orientierung am Kunden durchaus nicht falsch.«

FreieWelt.net

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