»Les veilleurs« protestieren gegen Homo-Ehe

Heute will die französische Nationalversammlung das Gesetz verabschieden, das homosexuellen Paaren ermöglicht, eine »Ehe« einzugehen und Kinder zu adoptieren. Doch der Protest gegen das umstrittene Gesetz reißt nicht ab. Allabendlich versammeln sich junge Menschen vor dem Invalidendom in Paris und in anderen Städten Frankreichs, um ihren Protest zu Gehör zu bringen. 

Die Demonstranten nennen sich »Les veilleurs« – die Wächter –, und sie »haben es satt, dass wir als Faschisten und reaktionäre Katholiken verspottet werden«, wie einer von ihnen sagt. Eine Bloggerin, die sich der Bewegung zugehörig fühlt, schreibt: »Sie sagen uns: Die Ehe für alle nimmt auch kein Recht weg, sie kostet euch nichts, warum seid ihr also auf den Straßen? Sie verstehen nicht, dass wir für etwas anderes kämpfen können als für unser kleines Ego. Wir kämpfen aber gegen diese Zivilisation, die sie uns aufzwingen wollen. Wir sind in einer Gesellschaft groß geworden, in der die Werte verfallen. Wir wollen einen Mai 2013, der ein Gegen-Mai 1968 ist.«

Auf eine gewisse Weise üben »les veilleurs« auch Kritik an der Ökonomisierung des menschlichen Lebens, etwa wenn sie darauf hinweisen, dass homosexuelle Paare auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können und der Kinderwunsch nur mit Hilfe von kommerziellen Dienstleistern erfüllt werden kann. »Das ist nur der Anfang. Bald werden dann Homosexuelle auch die Reproduktionsmedizin beanspruchen und Leihmütter fordern. Und im Namen der Gleichheit wird auch das dann erlaubt«, warnt einer der Aktivisten.

FreieWelt.net

Foto: Claude Truong-Ngoc/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0

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