Familienpolitik – wie in der DDR

Ein neues gesellschaftliches Klima, „in dem Frauen mehr Kinder zur Welt bringen“, fordert der Kölner Kardinal Meisner im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“. Die aktuelle Krippenpolitik erinnere ihn sehr an die DDR: „Dort hat man den Frauen eingeredet, wer wegen der Familie zu Hause bleibe, sei dement. 

Weil man Produktionskräfte brauchte, wurde die Kinderkrippe erfunden.“ Nicht alle Frauen würden sich im Beruf selbst verwirklichen wollen. Meisner wünscht sich mehr öffentliche Ermutigung für Frauen, „zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen“.

Scharfe Kritik übte der Kardinal auch an der Abtreibungspolitik. „Wir sind ein sterbendes Volk, haben aber eine perfekte Gesetzgebung für Abtreibung. Ist das nicht die Selbsttötung einer Gesellschaft? Am liebsten will man auch noch die Frauen aus den Familien heraus haben, damit die Produktion weiterläuft. Mit Geld allein kann man aber keine Kinder bekommen.“

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Foto: Robert Boecker, „Joachim Kardinal Meisner“, CC BY-NC 3.0 DE, Quelle: http://bilder.erzbistum-koeln.de

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