Kita-Kindern Mund zukleben, ist keine Strafsache

Kindern im Kindergarten den Mund mit Klebeband zuzukleben, ist keine Körperverletzung. So jedenfalls sieht das die Staatsanwaltschaft Mosbach. Weil einige Kinder eines Kindergartens in Wertheim geschrien oder gespuckt hätten, wurde ihnen von der Leiterin des Kindergartens und einer Erzieherin der Mund mit Klebestreifen zugeklebt. Damit habe man sie disziplinieren wollen.  

Die Ermittlungen wegen Körperverletzung sind nun eingestellt worden, da keine körperliche Beeinträchtigung vorgelegen habe. Das Klarsicht-Klebeband habe sich problem- und schmerzlos entfernen lassen, so die Begründung des Oberstaatsanwalts Franz-Josef Heering. Insgesamt sind vier Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren betroffen. Da eines der Kinder angeben hatte, seine Atmung sei „minimal beeinträchtigt gewesen“, soll nun ein Schmerzensgeld gezahlt werden.

 

Quelle: Spiegel

Kommentare

  1. Wenn ErZIEHerinnen nur noch DRUCK machen, sind sie ErDRÜCKerinnen. Als Ich-kann-Schule-Lehrer moniere ich seit Jahrzehnten, dass die Pädagogik zwischen ErDRÜCKung und ErZIEHung nicht unterscheiden kann, ja, gerade im Problemfall auch noch ErDRÜCKung als die bessere ErZIEHung ansieht und durchführt und propagiert.
    Mit DRUCK kann man aber Kräfte nicht lenken – mit SOG-Wirkung dagegen lassen sich Kräfte mühelos punktgenau lenken.
    Von Druck werden Talente nicht satt sondern matt und platt – SOG richtet auf und macht wachsen, und dadurch wird man dem Leben GEWACHSEN.
    DRUCK komprimiert Mensch + Problem; das ist das exakte Gegenteil von LÖSUNG – SOG dagegen löst.
    Iuristen können „den Buchstaben des Gesetzes gemüge tun“ -.aber nicht dem Menschen und schon gar nicht seinen Talenten. Das sollten an sich Pädagogen können – leider können sie meist nur das Gegenteil.
    Die Ich-kann-Schule zeigt an Beispielen, dass man es LERNEN kann.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

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