U-3 Betreuung: Bedarf wird künstlich hochgeschraubt

Frei nach dem Motto, was nicht paßt, wird passend gemacht, werden auch da Krippenplätze geschaffen, wo bislang kein Bedarf bestanden hat. Mit Fördergeldern von Land und Bund werden mit Hochdruck Kindergärten (für 3-6jährige Kinder) zu Kindertagesstätten ab dem 1. Lebensjahr ausgebaut. Das setzt vielerorts die Eltern kleiner Kinder unter Druck, ihre Kinder schon früher als geplant, fremd betreuen zu lassen. 

Der Grund dafür ist: Die freiwerdenden Plätze müssen zunächst einmal an Kinder unter drei Jahren vergeben werden. So haben Eltern, die ihr Kind erst mit drei oder vier Jahren anmelden, kaum noch eine Chance auf einen Betreuungsplatz in ihrer Wunscheinrichtung. Also bleibt ihnen oft nur die Möglichkeit ihr Kind schon mit zwei Jahren in die Kita zu geben, auch wenn Sie eigentlich viel länger mit ihrem Kind hätten zu Hause bleiben wollen. Damit wird der Bedarf an U3-Plätzen künstlich hochgeschraubt und Kinder werden aus ihren Familien frühzeitig herausgelöst.

 

Foto: Jochen Handschuh/flickr.com/CC BY 2.0

Kommentare

  1. Das üppige Angebot bezweckt die totale Nachfrage !
    Nur immer noch mehr Krippen aus dem Boden gestampft! In wenigen Jahren, wenn die Kinder dann vollends wegbleiben, können diese Räume kostenneutral zur Auslagerung von immer noch mehr alten Menschen umfunktioniert werden. Denn weshalb sollten einst ausgelagerte Kinder später ihre Eltern nicht ebenfalls auslagern? Der Staat wird ihnen so viel Zuwendung geben, wie er einst den Kindern in den Krippen gab!

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