SPD: Geld gibt´s nur für staatliche Betreuung

Im Falle eines Wahlsieges will die SPD die Beiträge für staatliche Kinderbetreuung abschaffen. Krippen- und Kindergartenplätze sollen künftig für alle kostenfrei sein. Bereits jetzt finanziert der Staat jeden Betreuungsplatz mit durchschnittlich 1.000,- Euro im Monat. Eltern, die ihre Kinder daheim selbst betreuen, will man dagegen nicht einmal 150,- Euro im Monat Betreuungsgeld gönnen. Denn das plant die SPD nach der Wahl gleich wieder abzuschaffen.  

Weil das Betreuungsgeld-Gesetzes bereits am 1. August, also knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl in Kraft treten soll, boykottieren die Rot-Grün bzw. Grün-Rot geführten Bundesländer die Umsetzung jetzt. In Baden-Württemberg steht beispielsweise noch nicht einmal fest, wo die Eltern das Betreuungsgeld beantragen können. Die SPD hatte das Betreuungsgeld seiner Zeit im Bundestag abgelehnt, u.a. auch, weil man es für nicht „finanzierbar“ gehalten hatte. Wo nun das Geld für die Beitragsbefreiung, die um ein Wesentliches höher ausfallen dürfte als das Betreuungsgeld, herkommen soll, darüber kann man indes nur spekulieren. Genaue Pläne liegen derzeit noch nicht vor. Fest steht dagegen, wen die Sozialdemokraten für förderungswürdig halten: Familien, die ihre Kinder selbst betreuen wollen, sind wie man sieht nicht dabei.

 

 

Bild: © Initiative Familienschutz

Kommentare

  1. ulinico sagt:

    Es ist vollkommen richtig, dass dieses sinnlose Betreuungsgeld abgeschafft wird, denn es hätte nie versprochen werden sollen. Ich,selber Mutter von 3 Kindern und NICHT berufstätig, finde es den falschen Weg, Kinder von Kita´s fern zu halten. Kostenlose Kindergärten und kostenfreie Schulen sind der richtige Weg, dies sollte sich ein so reiches Land wie Deutschland nun wirklich leisten können. Aber nein, lieber ist uns die Kinder in Förderprogramme zu stecken und dies zusätzlich finanzieren zu müssen. Pro Kind heisst für mich, die beste Ausbildung und die besten Möglichkeiten zu geben.

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