Bildungsforscherin will Hausaufgaben abschaffen

Eltern, die mit ihren Kindern gemeinsam Hausaufgaben machen – damit soll jetzt endlich Schluß sein, findet zumindest die Berliner Bildungsforscherin Jutta Allmendinger und fordert die Abschaffung von Hausaufgaben. Hausaufgaben, so die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, „zementieren soziale Ungleichheiten“, weil sich nicht alle Eltern in gleichem Umfang um die Bildung ihrer Kinder kümmern könnten. 

Nicht alle Eltern könnten mit ihren Kindern den „gesamten Lernstoff durcharbeiten“. Das sei ungerecht, findet Allmendinger . Darüber hinaus würde das gemeinsame Hausaufgaben-Machen zu einem „neuen Kommunikationsmedium zwischen Eltern und Kindern, zu einer neuen Art von Vergemeinschaftung“, führen.

Deshalb sollte der Unterrichtsstoff im Unterricht mit dem Lehrer wiederholt werden. Um dies umsetzen zu können, brauche es vor allem mehr Ganztagsschulen und ein längeres gemeinsames Lernen mindestens bis zum Alter von 14 Jahren. Der flächendeckende Ausbau von Kindertagesstätten liegt Allmendinger ebenfalls sehr am Herzen.

Foto: Jutta Allmendinger (Quelle: INSM/flickr.com/CC BY-ND 2.0)

Quelle: www.welt.de

Kommentare

  1. Helmut Fleischmann sagt:

    Albert Einstein wusste es: Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich. Obwohl, beim Universum war er sich dann doch wohl nicht ganz sicher.

  2. Hausaufgaben haben bei uns immer noch – wie im tiefsten Mittelalter – DIE QUALITÄT VON FRONDIENST. Wenn das Kind es nicht kann oder tun will, bekommt die Mutter Angst, an den Pranger gestellt oder in den Schuldturm geworfen zu werden und dann drängt sie das Kind und macht ebenso dumm DRUCK wie die Lehrer und macht ggf. die Hausaufgabe sogar selbst.

    Was hat man aus der PERSÖNLICHKEIT dieser Mutter gemacht als sie Schülerin war???

    Zu wirklicher PROBLEMLÖSUNG gehört als erstes, dass NICHT die SCHEINprobleme gelöst werden sondern das tatsächgliche SEINSproblem.

    Die neue Ich-kann-Schule zeigt, dass Probleme zwar als SACHprobleme erSCHEINen, aber immer PERSÖNLICHE Probleme SIND.

    Als echtes Beispiel für ProblemLÖSUNG führe ich die Lehrerin H.PREM an. Ihre Schüler lernten ALLE immer in 1/3 der üblichen Zeit ( = 1/2 Jahr statt 1 1/2 Jahre) RICHTTIG = FEHLERFREI lesen & schreiben. Dafür benötigte Frau Prem KEINE HAUSAUFGABEN. Die Kinder waren jedoch derart motiviert, dass sie VON SICH AUS selber etwas tun wollte. Dafür legte Frau Prem Aufgaben bereit, die über das Gelernte hinausführten und die sich jeder, der wollte, NEHMEN konnte.

    Fazit: HausAUFNAHME statt HausAUFGABE.

    Freundlich grüßt
    Franz Josef Neffe

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