Staat verdient an Familien „richtig viel Geld“

Mit 55 Mrd. Euro Familienförderung pro Jahr läßt sich Deutschland seine Familien einiges kosten. Viel zu viel meinen nicht Wenige und führen dafür gern auch die längst widerlegte Fördersumme von 200 Mrd. jährlich im Mund. Doch eine aktuelle Untersuchung, deren Ergebnisse in wenigen Wochen veröffentlicht werden sollen, belegt einmal mehr, daß nicht die Familien vom Staat, sondern dieser vielmehr von den Familien profitiere.

„Ein durchschnittliches Kind beschert der öffentlichen Hand im Laufe seines Lebens einen Überschuss von deutlich mehr als 50.000 Euro.“ Zu diesem Ergebnis kommt der Bochumer Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen, Martin Werding. „Wer ein Kind großzieht, der schenkt der Allgemeinheit damit Geld – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern richtig viel Geld“, so Werding, der im Auftrag der  Bertelsmann-Stiftung derzeit an einer Studie zu diesem Thema arbeitet.

Auch der Mainzer Physikprofessor Hermann Adrian kommt zu dem Ergebnis, daß Familien ab dem zweiten Kind mehr zahlen, als sie vom Staat erhalten. Ein typisches Paar mit zwei Kindern gebe inklusive aller Ausgaben für die Lebenshaltungskosten insgesamt 600.000 Euro für den Nachwuchs aus und sorge damit für den Wohlstand aller Kinderlosen und Ein-Kind-Familien. Adrian ist sich daher auch sicher: Wüßten Eltern vor ihrer Entscheidung von dieser Schieflage, würden sich noch weniger für mehr als ein  Kind entscheiden.

 

Foto: LinzTourismus-Andreas Kepplinger/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0

Quelle: www.welt.de

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  1. […] daher auch sicher: Wüssten Eltern vor ihrer Entscheidung von dieser Schieflage, so das Bündnis Familien-Schutz.de, würden sich noch weniger für mehr als ein Kind entscheiden. Die Milliarden, die in die […]

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