Wer Hausaufgaben abschafft, beschneidet Elternrechte

Nie mehr Hausaufgaben – über diesen Vorschlag, den Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), vor wenigen Tagen in die Öffentlichkeit brachte, dürften sich viele Schüler und nicht wenige Eltern gefreut haben. Nun aber mehren sich kritische Stimmen. 

Allmendinger, hatte gefordert, Hausaufgaben abzuschaffen, da diese “soziale Ungleichheiten zementieren” würden“. Nicht alle Eltern könnten ihre Kinder gleichermaßen beim Lernen und Erledigen der Hausaufgaben unterstützen. Deshalb sollte der Unterrichtsstoff stattdessen gemeinsam in der Schule wiederholt werden.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus kritisierte Allmendingers Forderung scharf: „Dieser Vorschlag ist Schwachsinn und ein Griff in die Klamottenkiste der Kuschelpädagogik. Hausaufgaben sind ein wichtiges Instrument für Lehrer, damit wir sehen können, ob der Stoff sitzt. Die Forschung zeigt, dass von Gruppenarbeit nur die guten Schüler profitieren.“

Ähnlich sieht das auch der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Er lehnt das Abschaffen der Hausaufgaben mit der Begründung ab, daß „das sorgfältige Bearbeiten zu Hause die Leistungsentwicklung des Kindes” anhebe und “zu eigener, selbstständiger Tätigkeit” anrege.

Die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Gertrud Martin bemerkt dazu: “„Frau Allmendinger spricht hier sehr unverblümt aus, worum es ihr und ihren Gesinnungsgenossen eigentlich geht: Unter dem Stichwort „Chancengleichheit“ soll der Einfluss der am Fortkommen ihrer Kinder interessierten und motiviert mitwirkenden Eltern ausgehebelt werden. (…) Frau Allmendingers Vorstoß reiht sich nahtlos ein in den Mainstream vielfältiger Bemühungen, die Familie als Institution zu schwächen und Eltern aus der Verantwortung für ihre Kinder hinauszudrängen. Das kann keine positive Entwicklung bedeuten!“”

 

Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Quellen: www.bild.de und familienarbeit-heute.de

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