Betreuungsgeld ist gefragt – und auch mit SPD fortsetzbar

Das von der schwarz-gelben Bundesregierung zum Ende ihrer Legislaturperiode eingeführte Betreuungsgeld erweist sich als erfolgreicher als zunächst angenommen. Nachdem die Opposition noch über wenig Nachfrage und schleppenden Start lästerte, Rot-Grün die Leistung für heimerziehende Eltern als erste Maßnahme abschaffen wollte, ist das Interesse der Eltern zunehmend hoch. Zwei Monate nach Einführung wurden bereits mehr als 50.000 Anträge für die Leistung gestellt. 

Unterdessen gibt es für den Fall einer Großen Koalition auch erste Stimmen in der SPD, die das von ihr zuvor noch als “Herdprämie” abgewertete Betreuungsgeld akzeptieren wollen. So sagte der Sprecher der Parteirechten “Seeheimer Kreises”, Johannes Kahrs “, auch die Union braucht ihre entscheidenden Punkte”. Es sei die Frage, ob man eine Koalition wolle, bei der der eine Partner jeweils verhindere was der andere wolle, so wie es unter Schwarz-Gelb der Fall gewesen sei. Kahrs: “Über das Betreuungsgeld kann man miteinander reden. Das ist ja Gesetz.” Er betonte, man müsse auch hier mit Rücksicht auf die CSU als damaliger Initiator Kompromisse finden. Man könne ja auch die gleiche Summe noch mal zusätzlich in den Qualitätsausbau von Kindergärten und eine bessere Bezahlung von Kindergärtnerinnen stecken

Anspruch auf die monatlich 100 Euro haben Eltern, die ihre ab dem 1. August 2012 geborenen Kinder nicht in staatlich geförderte Betreuung geben.

 

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Foto: Linus Malmquist /flickr.com / CC BY-SA 2.0

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