Für mehr direkte Demokratie: Schweizer unterstützen Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld ist in Deutschland umstritten. Eine ähnliche staatliche Leistung wird nun in der Schweiz von der konservativen Partei SVP gefordert. Eine Erhebung hat gezeigt, die Mehrheit der Eidgenossen unterstützen das Vorhaben. In der repräsentativen Erhebung des Instituts GfS Bern unterstützten 64 Prozent der Befragten das Anliegen, nur 25 Prozent äußerten sich ablehnend. Das ist von Bedeutung, denn der Vorstoß ist ein Volksbegehren, über das die Schweizer am 24. November abstimmen werden. 

Kinder in der Schweiz kosten nach Expertenschätzungen 12200 bis 20300 Euro im Jahr. Bisher können Eltern nur in Fällen der Fremdbetreuung ihrer Kinder bis zu circa 8000 Euro im Jahr von den Steuern abziehen. Die SVP fordert nun mindestens eine finanzielle Gleichberechtigung und erhält dabei Unterstützung auch aus anderen bürgerlichen Lagern.

In Deutschland wird das Betreuungsgeld im Unterschied zu der Schweiz bar ausbezahlt. Umgerechnet ungefähr 1,1 Milliarden Euro im Jahr, würde das Betreuungsgeld Schweizer Machart kosten. Die Hauptlast hätten die Kantone zu tragen, weshalb in den Kantonalregierungen einige Zurückhaltung herrscht.

Foto: Patrick Nouhailler/flickr.com/CC BY-SA 2.0

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